Gestern war der 12. im Monat und damit mal wieder Zeit für eine Runde 12 von 12, wo ich meinen Tag in 12 Bildern zeige.
Mein Tag beginnt irgendwann gegen 4 Uhr nachts, weil ich nicht mehr schlafen kann. Ich bleibe aber noch im Bett liegen, durchforste Stellenanzeigen und lausche, wie die Welt nach und nach aufwacht. Gegen 5 rauscht das Räumfahrzeug die Straße entlang und streut Salz; nach den krassen Minusgraden am Wochenende hat eine Warmfront Regen gebracht und es soll so spiegelglatt werden, dass hier in NRW die Schulen geschlossen bleiben.
Um 6 regen sich meine Mitbewohner und verlassen nach und nach das Haus; nur meine Freundin arbeitet an einer Schule und hat daher heute frei. Wir treffen uns zum Kaffeetrinken auf dem Sofa und ich versorge der Reihe nach die diversen Tiere.
Hundemädchen Bonnie bekommt als erstes Frühstück…

… dann Pünktchen – eines unserer Hühner, das die Kälte nicht gut weggesteckt hat und das wir daher derzeit im Haus aufpäppeln.

Ich kümmere mich derzeit mal wieder morgens um die beiden Ponys im Dorf…

… und dann ist es hell genug, um die anderen Hühner nach draußen zu lassen.

Vormittags schreibe ich erst eine Bewerbung auf eine spannende Stelle im Bereich Analytics bei einer großen sozialen Organisation.
Anschließend arbeite ich einige Stunden lang an einem Kundenprojekt weiter.

Nachmittags will die Wäsche gemacht werden…

… und dann geht es in den Stall. Mittlerweile haben wir um die 4°C und Dauerregen – der Regen nervt zwar, aber immerhin ist es auf dem Hof endlich nicht mehr spiegelglatt und man kann mit den Pferden wieder bis zur Reithalle gehen, ohne Kopf und Kragen zu riskieren.
Als erstes schnappe ich mir Feli. Da wir die Halle gerade für uns alleine haben, darf sie sich erstmal frei wälzen und austoben. 500kg pure Power! 😀


Dann lege ich eine Stange auf den Boden, hake den Strick ins Halfter und wir machen Bodenarbeit: über die Stange laufen, davor stehenbleiben, daneben stehenbleiben, nur mit den Vorderbeinen drübergehen und dann anhalten, … Seitengänge, rückwärts richten, Hinterhandwendung, und und und.
Feli macht richtig gut mit – bis es plötzlich laut rummst, weil eine Schneelawine vom Dach rutscht. 😱 Da hat das Pferdekind dann doch arg mit seinem Nervenkostüm zu kämpfen und ist erstmal im Panikmodus, lässt sich aber durch einige Runden entspanntes Führen wieder beruhigen. Ich bin dann trotzdem ganz froh, als ein zweites Pferd in die Halle kommt und Feli sich von dessen Gelassenheit eine Scheibe abschneidet. Da können wir die Einheit dann noch richtig schön zu Ende bringen. Ich bin sehr stolz auf die kleine Maus, sie macht das alles so toll mit. 🥰
Anschließend putze und füttere ich Feli, dann ist Dolida an der Reihe.
Da sie bei dem kalten Wetter mit Verdauungsproblemen zu tun hat, bekommt sie ihr Futter aktuell auf zwei Portionen aufgeteilt: vor der Arbeit gibt es aufgeqoullene Leinsamen und Flohsamenschalen mit etwas Mash, danach ebenfalls aufgequollene Heucobs mit ihren normalen Zusätzen wegen der Arthrose. Während die „Vorspeise“ quillt, putze ich Dolida ausgiebig, dann futtert sie, ehe es zur Schrittarbeit am langen Strick in die Halle geht.
Anschließend lässt sie sich genüsslich ihre Hauptportion schmecken, während ich ihr eine andere Decke anziehe.
Die Fotos sind durch die funzelige Beleuchtung leider alle eher so „meh“ geworden. Hier immerhin eines von Dolida, ehe ich sie zum Arbeiten vom Paddock gepflückt habe – Motivation put…

Eigentlich wäre ich dann fertig im Stall. Uneigentlich ist die Heuraufe aber leergefuttert und die Einstellerin, die heute Stalldienst hat, hat keine Zeit für mehr als Misten. Also bleibt es mal wieder an meiner Freundin und mir hängen, den neuen Ballen in die Raufe zu bugsieren. Heißt: nachdem der Ballen eingenetzt wurde, sperren wir drei Pferdeherden weg, damit der Stallbesitzer mit dem Radlader quer über die Paddocks fahren und den Ballen in unserer Raufe platzieren kann.
Es gießt wohlgemerkt immernoch in Strömen. Das Absperren der diversen Pferde dauert seine Zeit, die Litzen fallen in die Matsche, es ist rutschig, ein Junghengst montiert frustriert ein Brett ab, alles dauert länger… hach ja. 🫠
Ich vergesse natürlich, ein Foto für 12 von 12 zu machen. Irgendwann ist der Ballen aber endlich drin, wir können die Pferde alle wieder zurücksortieren und klatschnass und durchgefroren nach Hause fahren. 🥶
Daheim hänge ich erstmal die Decken von Dolida und Feli zum Trocknen in die Waschküche…

… ehe ich mir trockene Sachen anziehe und den Rest des Tages dezent k.o. auf dem Sofa verbringe. Unter anderem gucken wir ein paar Folgen S.W.A.T. weiter.

Zum Abendessen gibt es Reste, in dem Falle gebratene Nudeln mit Ei, Tomaten, Käse und darauf frischen Alfalfa-Sprossen. 🥰

Die Beiträge der anderen Teilnehmer findest du wie immer bei Draußen nur Kännchen!


