Geld: wichtiger, als man es sich eingestehen möchte. Ein Thema, das wahnsinnig viel Einfluss hat darauf, wie wir leben, wie gut wir leben, wie lange wir leben – und die nächste Aufgabenstellung beim Projekt 52.
Vorab: es ist ganz klar Jammern auf hohem Niveau, was mir zur Umsetzung spontan eingefallen ist. Es geht uns schon noch verdammt gut. Wir haben genug zu essen, wohnen warm und sicher und auch wenn ich beim Öffnen der Tierarztrechnungen schlucke – dass ich die Pferde überhaupt habe, ist Luxus.
Trotzdem. Was mir beim Thema Geld direkt durch den Kopf geht, ist: gefühlt bleibt in letzter Zeit immer weniger davon übrig, wenn überhaupt. Die Preise für alles Mögliche steigen und steigen, ohne dass auf der anderen Seite mehr in die Kasse käme.
War das schon immer so? Habe ich das früher nur anders wahrgenommen?
Klar, der Lebensstandard hat sich mächtig verändert in den letzten paar Jahrzehnten. Wir geben heute Geld für Dinge aus, die man früher einfach nicht hatte. Ein Netflix-Abo hier, das Smartphone da. Aber viel Alltägliches ist deutlich teurer geworden, angefangen bei Brötchen bis hin zum Wohnen. Für einen Euro bekommt man immer weniger.
Hallo Inflation.
Der Verbraucherpreisindex ermittelt anhand eines repräsentativen „Warenkorbs“ aus rund 700 Gütern, was private Haushalte durchschnittlich ausgeben müssen für Lebensmittel, Miete, Energie, Dienstleistungen und so weiter. Die Entwicklung dieser Kosten ergibt die Inflationsrate. Stand Dezember 2025 ist dieser Warenkorb heute rund 22,7% teurer als noch im Jahr 2020. Das ist heftig.
Was ich erschreckend finde: wie normal sich das anfühlt. Wann haben wir uns daran gewöhnt, dass alles kontinuierlich immer teurer wird? Dass man schon vor dem Öffnen der Rechnungen weiß, dass Versicherungen, Grundsteuer, Strom, Wasser und so weiter Jahr für Jahr immer mehr kosten? Dass beim ganz normalen Einkaufen von Lebensmitteln im Discounter am Ende immer heftigere Summen auf dem Kassenbon stehen?
Mit meinem Foto will ich dieses Gefühl abbilden: Geld, das einem durch die Finger gleitet, kaum festzuhalten, kaum aufzuhalten.

Hände aus dieser Perspektive sehen übrigens etwas merkwürdig aus, aber ich musste mit der anderen Hand die Kamera bedienen. 😀
Beim Fotografieren festgestellt: Geld fällt verdammt schnell. Um die Münzen scharf abzulichten, habe ich mit einer ultrakurzen Belichtungszeit von 1/8000 sec gearbeitet.
Die Beiträge der anderen Teilnehmer findest du drüben bei Sari im Heldenhaushalt.


