Meine Gartenpläne 2026

Meine Gartenpläne 2026

Es ist gerade mal Januar, im Garten ist alles matschig und kalt und am Himmel dräuen bereits die nächsten Regenwolken. Trotzdem – oder gerade deswegen! – geht bei mir schon die Planung für die diesjährige Gartensaison los!

Was habe ich mir vorgenommen?

Kein neues Saatgut kaufen*

In den Saatgut-Tütchen ist ja oft viel mehr drin, als man in einer Saison im Hausgarten unterbringen kann. Da sich die Samen aber nicht unbegrenzt halten und irgendwann nicht mehr keimfähig sind, will ich dieses Jahr erstmal all meine Reste aufbrauchen.

Ich habe eine Holzkiste voll mit lauter Saatgut für Gemüse, Kräuter und Blumen. Außerdem hatte ich in meinen Adventskalendertürchen auch diverse neue Saatgut-Tütchen drin. 🙂

Jungpflanzen im April 2020

*außer es muss wirklich sein! 😀

Keine neuen Pflanzen kaufen

In den ersten paar Jahren nach dem Hausbau habe ich regelmäßig richtig viel Geld im Gartencenter gelassen. Klar – da war ja erstmal nur eine kahle Mondlandschaft rings um das Haus! Zwar habe ich von Anfang an Gemüse und Blumen gesät, aber etliche Stauden und auch Sträuche und Bäume habe ich als größere Pflanze gekauft.
Ich bereue das null, denn dadurch konnte ich den Garten in relativ kurzer Zeit abwechslungsreich und vielfältig begrünen.

Garten im Juli 2024

Mittlerweile habe ich so viele Pflanzen im Garten, dass ich eigentlich keine Neuzugänge mehr brauche.
Ein bisschen Schwund ist natürlich leider immer, längst nicht alle Pflanzen haben überlebt. Die Wühlmäuse und Schnecken haben einiges auf dem Gewissen, einen jungen Weinstock hat der Hund ausgegraben und gehäckselt.
Aber vieles hat sich gut entwickelt und seit ein paar Jahren sind viele Stauden auch kräftig genug, dass ich sie teilen kann. Andere breiten sich von selbst aus, beispielsweise grabe ich regelmäßig kleine Frauenmantel-Kinder aus und pflanze sie an passendere Stellen.

Daher will ich versuchen, nach Möglichkeit keine neuen Pflanzen zu kaufen. Ich mein, klar… wenn mich das Schicksal aus irgendwelchen Gründen in einen Baumarkt führen sollte… meine Schritte in die Gartenabteilung gelenkt werden… und da dann eine Pflanze ganz verzweifelt ruft, dass sie ein neues Zuhause sucht… das ist dann höhere Gewalt. 🤣

Mehr zeigen, was ich im Garten mache

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, dir mehr Einblicke in mein Gartengedöns zu geben. Sprich, was säe ich wann aus, wie entwickeln sich die Pflanzen, was blüht wann, was ernte ich, und und und. Ich schaue mir sowas bei anderen total gerne an und möchte dich gern mit meinen Beiträgen inspirieren und meine Erfahrungen und Tipps weitergeben. 🙂

Daher bringe ich das Gartenguckloch zurück und werde das auch wieder monatlich veröffentlichen statt quartalsweise. Dieses „Gartentagebuch“ habe ich ja schon viele Jahre lang fast durchgängig geführt und blättere da auch selber supergerne drin zurück, wie es hier dann früher mal aussah und was sich seitdem alles schon getan hat.

Vielleicht schaffe ich es auch, den Garten öfter auf Instagram zu zeigen, das kommt dort ja eigentlich auch immer gut an. Folgst du mir da schon? 😊

Hochbeete im Bauerngarten - Juni 2024

Regelmäßiger versetzt aussäen

Bei vielen Pflanzen bietet es sich an, nicht eine Riesenmenge auf einmal auszusäen. Andernfalls hat man nach ein paar Wochen nämlich richtig viel davon, was alles auf einmal erntereif ist – und danach ist dann Schicht im Schacht.
Sinnvoller ist es, versetzt im Abstand von ein paar Wochen jeweils kleinere Chargen auszusäen und damit immer gleich neue Jungpflanzen am Start zu haben, sobald man ein Beet abräumt. Das klappt beispielsweise prima mit Salaten oder Radieschen.

Zwiebeln und Salat 4 Wochen nach der Aussaat

In der Theorie ist das System idiotensicher. In der Praxis verchecke ich das Nachsäen leider oft – im Frühling bin ich noch total hinterher mit den Aussaaten, aber sobald der Frühsommer dann seinen Lauf nimmt, denke ich nicht mehr dran.
Das will ich dieses Jahr besser hinbekommen und habe mir deswegen entsprechende Erinnerungen in Todoist eingetragen.

Kleinere Instandhaltungsarbeiten

Im Sommer jährt sich unser Hausbau zum 10. Mal, der Garten ist ein Jahr jünger. Hie und da sind allmählich einige Instandhaltungsarbeiten fällig: am kleinen Zaun im Vorgarten sind einige Latten abgefallen (es ist jetzt also offiziell, dass ich nicht alle Latten am Zaun habe 😀 ), das Gartenhäuschen möchte neu gestrichen werden, mindestens einer der beiden Steckkomposter ist mittlerweile so kaputt, dass er ersetzt werden muss. Auch das Netz über dem Hühnergarten muss repariert oder ersetzt werden, das ist beim letzten Schnee nämlich an zwei Stellen gerissen.

Alles keine großen Dinge, aber erledigt werden wollen sie trotzdem.

Tomaten auf der Loggia

Die Loggia ist ja unser Balkon, auf den ich durch mein Arbeitszimmer komme. Ehrlicherweise habe ich den in den letzten Jahren kaum aktiv genutzt… zum Arbeiten hat mir der Laptop oft zu sehr gespiegelt, und den Abend mit einem Glas zu trinken ausklingen lassen ist unten auf der Terrasse einfach praktischer.

Loggia im Danhaus - April 2017

Ich möchte diesen Platz aber besser nutzen und habe mir daher überlegt, die Tomatenkübel dort unterzubringen. Ich setze ja immer alle Jungpflanzen, die nicht mehr ins Gewächshaus passen, in Töpfe – weil ich es nicht übers Herz bringe, sie zu entsorgen. 😅

Auf der Loggia stehen die Tomaten geschützt vor Regen, den mögen sie ja gar nicht. Dort sind sie auch nicht so sehr im Weg wie sonst auf der Terrasse, die einfach schon ziemlich vollgestellt ist mit dem großen Tisch und Stühlen, einem Regal, dem Grill, dem Hochbeet und so weiter.

Terrasse im August 2019

Die einzige Challenge ist das Gießwasser. Da werde ich mal schauen, ob ich mir einen Gartenschlauch hochlege, vom Druck her müsste das eigentlich passen und dann kann ich dort mit auch mit dem Regenwasser aus der Zisterne gießen.


Alles in allem habe ich mir dieses Jahr also mal keine Mammutprojekte vorgenommen, sondern möchte einfach das, was schon da ist, voll nutzen. 💛

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