Gartenguckloch im März 2026

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Gartenguckloch im März 2026

Einige frühlingshafte Tage, ein winterliches Aufbäumen, zwischendrin Herbst und traurige Updates von den Hühnern… das war der März bei uns im Garten.

Fangen wir mal mit dem Unschönen an:

R.I.P. Eule und Lotte

Der März fing nicht gut an. Im letzten Gartenguckloch hatte ich ja berichtet, dass unsere wochenlang im Haus aufgepäppelte Henne Pünktchen Ende Februar von den anderen Hühnern so schwer verletzt wurde, dass wir sie erlösen mussten.

Nur einige Tage später wollte ich abends den Stall zumachen… und fand meine älteste Henne, Eule, tot im Auslauf. Sie hatte keine Verletzungen und ist vermutlich an Altersschwäche gestorben. Ich hatte Eule seit 6 Jahren, sie war die einzige Verbliebene aus meiner ersten Schar Hühner, die ich damals 2020 vom Tierschutz übernommen hatte. Da sie schon relativ bald keine Eier mehr legte, muss sie da schon etwas älter gewesen sein, in den letzten Wochen war sie auch nicht mehr ganz so gut zu Fuß, ansonsten aber gesund. Ach Mensch. 😔

Eule

Und als wären zwei tote Hühner in einer Woche nicht genug… zeigte Lotte am nächsten Tag Erkältungsanzeichen. Ich habe die ganze Truppe mit Kräutern behandelt, Lotte zog sich aber zurück und wollte sich irgendwann auch nicht mehr päppeln lassen.
Ich hatte überlegt, sie zu separieren, auch damit sich die anderen nicht anstecken. Ehrlicherweise hätten sie sich aber im Zweifelsfall eh schon angesteckt und ich wollte nicht wieder ein Huhn separieren, nur damit es dann frisch gesundet von den anderen umgebracht wird. Am nächsten Tag ist Lotte friedlich eingeschlafen. 😞

Lotte II.

Den verbliebenen sechs Hühnern geht es zum Glück gut, die sind alle quietschfidel.

Aber drei Tode in so kurzer Zeit, auch wenn sie unterschiedliche Gründe hatten, waren heftig.

Aufräumen & Blüten im Garten

Kommen wir zu erfreulicheren Themen… wie ist es dem Garten ergangen?

Vor allem Anfang März war es angenehm warm – man konnte förmlich zusehen, wie die Pflanzen auf einmal alle loslegten und wuchsen wie verrückt! Also war es an der Zeit, die vertrockneten Überreste der Stauden vom letzten Jahr zu entfernen und Platz zu schaffen für das junge Grün.

Überall in den Beeten blüht es jetzt bunt – von den Hyazinthen

Hyazinthen

… über die Narzissen

Narzissen

… bis hin zur Vinca Minor, die links und rechts der Einfahrt als Bodendecker fungiert und jetzt im Frühling lauter lilafarbene Blüten trägt:

Vinca Minor

Eine Regenperiode bremste meinen Enthusiasmus dann erstmal aus, da kam dann eher Herbstfeeling auf. Mitte März konnte ich aber die Rosen schneiden und habe dazu denn auch gleich mal einen Beitrag mit Tipps veröffentlicht:

Rosen richtig schneiden

Genauer gesagt, habe ich fast alle Rosen geschnitten. Was noch nicht fertig ist, sind die beiden Kletterrosen am Torbogen zum Hühnergarten. Denn eines habe ich beim Pflanzen damals null bedacht… man kommt da einfach bescheiden dran. 😀
Steht man unter dem Bogen, sind links und rechts die Spaliere im Weg. An der linken Außenseite kommt ja direkt die Terrassenmauer, rechts müsste ich auf das Nachbargrundstück.
Einen Teil erreicht man von der Treppe aus mit der Teleskopschere, aber da fehlt mir die Kraft, sie lange hochzuhalten. Eine Leiter ist da ziemlich kippelig… also möp.

Gegen Ende des Monats hatten wir neben sehr überschaubaren Temperaturen dann auch Schnee und immer wieder Hagelschaue. Die Magnolienblüte hat’s dabei natürlich dahingerafft, vorher sah sie aber wirklich schön aus.

Kartoffeln in den Startlöchern

Auf der Fensterbank in der Waschküche steht wieder, wie jedes Jahr, eine große Platte mit meinen Pflanzkartoffeln. Hier dürfen sie keimen, ehe ich sie im April in die Pflanzsäcke setze. Mit denen habe ich ja richtig gute Erfahrungen gemacht: keine Wühlmäuse und kein Lehmboden, da fällt die Ernte deutlich besser aus als so in der Erde! Neugierig geworden? – Hier habe ich vor einiger Zeit mal über meine Erfahrungen mit dem Kartoffelanbau in Pflanzsäcken berichtet:

Kartoffelanbau im Pflanzsack

Verzögerungen im Betriebsablauf bei der Anzucht

Eigentlich will ich seit zwei Wochen die nächsten Chargen Gemüse aussäen… uneigentlich kam ich einfach nicht dazu. Das letzte Monatsdrittel war zudem wieder kalt und so nass, dass ich zugegebenerweise auch null Motivation hatte, meine Anzuchtutensilien im Gartenhäuschen zusammenzusuchen, mit der Erde zu hantieren und so weiter.

Das steht jetzt im April endlich an.

Gartenarbeiten im April

Die Tomatenkinder in der Anzuchtstation sind so groß geworden, dass sie ins Gewächshaus umziehen dürfen. Dort sind sie sicher vor Nachtfrösten, die uns potentiell noch drohen.

Die Hochbeete wollen jetzt ebenfalls parat gemacht werden, das heißt: Unkraut & Co.rausnehmen, die Erdschicht beiseite nehmen und eine ordentliche Menge Kompost einfüllen, ehe darüber dann wieder die Erde kommt. Komplett leermachen und von Grund auf neu befüllen muss ich die Hochbeete dieses Jahr noch nicht, aber man merkt über den Winter einfach jedesmal, dass die Füllhöhe durch die Zersetzung der unteren Schichten ganz schön abnimmt.

Um an den Kompost zu kommen, muss ich die Komposthaufen umsetzen. Unten befindet sich das gut abgelagerte Material vom letzten Jahr, das jetzt in die Beete wandert. Teilweise siebe ich es vorher aus, um dickere Aststücke oder noch nicht zersetzte Äpfel rauszunehmen, die direkt vom alten Apfelbaum in den Kompost geplumpst sind.

Die vorgezogenen Salate können jetzt ins Freiland (aktuell habe ich sie noch im Gewächshaus), und natürlich geht es an die nächste Charge der Aussaaten, die jetzt auch teils schon direkt im Freiland stattfindet: Möhren, Radieschen, Kohlrabi, Spinat, Mangold, … und auch verschiedene Kräuter und etliche bunte Blumen.
Auch die Zwiebeln stecke ich jetzt demnächst.


Genieß den Frühling! 🌸

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Ich bin Anne Schwarz – Multipassionate, waschechtes Dorfkind und Bloggerin aus Leidenschaft. Hier schreibe ich über alles, was den Alltag verzaubert & verwandelt in einen Lieblingsalltag.

Vernetzung

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3 Kommentare zu “Gartenguckloch im März 2026”

  1. Du bist doch gut geschafft und machst ja viele Dinge, die ich aus Zeitmangel nicht kann… Kartoffeln vorkeimen, Kompost umsetzen zum Beispiel…
    Ich hinke mit meinem Garten auch… Wie bei mir zu lesen war unsere Hündin schnell schwer krank und hat es dann doch nicht geschafft. Ich habe sie begraben, mit Tränen in den Augen und Wut im Bauch. Wut, weil sie erst 9 war und die Guten ja immer zuerst gehen. Sie war einzigartig. Die Frage, ob wir mehr sind als Moleküle in Kreisläufen, die ihren eigenen Energiefluss steuern hat mich gelähmt… Am Freitag haben wir dann einen Welpen gekauft, es ging nicht anders. Sie heißt Fritzi und ist im Reinbeiß- Alter. Natürlich muss man Zeit haben… Gestern hab ich noch gegraben (wie immer 2 Spatenstich tief, wie immer) und heute die letzten Red Baron Steckzwiebeln versteckt. Kohlrabi und Salat stehen schon. Die ersten Kartoffeln hab ich auch schon drin- das sind meine Risiko- Kartoffeln- wenn der Frost sie holt, sind sie 2 Wochen später, wenn nicht zwei Wochen früher…

    • Ach Mensch, das mit eurer Hündin tut mir sehr leid, so ein Abschied ist immer hart. :/ Aber wie schön, dass ihr einem anderen kleinen Vierbeiner ein Zuhause schenkt!

      Das mit dem Vorkeimen der Kartoffeln läuft ja zum Glück von selbst – ich lege sie einfach auf eine große Platte und stelle sie auf die Fensterbank im Keller, dann habe ich da erstmal rund zwei Wochen lang nichts mehr zu tun.
      Die Tage habe ich angefangen, die Pflanzsäcke vorzubereiten… unter anderem hat sich da viel Klatschmohn drin breitgemacht, den ich vorsichtig an andere Stellen im Garten umgepflanzt habe. Ich mag den unheimlich gerne und nachdem er sich jetzt zwei Jahre lang eher rar gemacht hat, scheint dieses Jahr endlich wieder ein Jahr mit sehr viel Mohn zu werden. In einem der Säcke habe ich diverse Kartoffeln gefunden, die mir letzten Herbst wohl entgangen sind – die habe ich jetzt auch mit etwas mehr Platz verteilt und mit einer Portion Kompost verwöhnt.
      Die Steckzwiebeln liegen noch etwas vorwurfsvoll im Regal… die in die Erde zu bringen, finde ich immer etwas nervenzehrend, weil am Ende der Beetfläche grundsätzlich noch jede Menge Zwiebelchen übrig sind und ich die dann wild im ganzen Garten verteile. 😀

  2. Das mit den Steckzwiebeln ist lustig. Die Ursprüngliche Gartenfläche war hir mal 2,50 breit und 5m lang. Da der Platz für besagte Steckzwiebeln oft nicht reichte hab ich jedes Jahr vergrößert… Wir sind jetzt bei 15×2,50m… Um mit meiner Lieblingsfrau keinen Ärger zu bekommen, stecke ich die Zwiebeln nie zuletzt- hatte ich doch aus Platzmangel mal Zwischenreihen eingeführt… Da gab es ärger, weil man die nicht hacken konnte und das Unkraut die Zwiebeln überwuchern wollte.
    Kartoffeln, die übrig geblieben sind, als Pflanzkartoffeln zu nutzen, ist nicht wirklich eine gute Idee-da ist der Ertrag meist schlecht…

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