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Fliegende Wassertropfen fotografieren

Fliegendes Wasser

Veröffentlicht Aktualisiert 10 Kommentare

Wie eine extrem kurze Belichtungszeit ganz besondere Momente einfängt, wenn du an einem Wasserspiel die einzelnen fliegenden Wassertropfen fotografierst.

Manchmal ist das Leben so stressig, dass alles einfach irgendwie vorbeirauscht. Einzelheiten gehen im Strudel unter, verschwimmen. Wir achten nicht auf das Hier und Jetzt, sind gedanklich schon längst beim nächsten Termin, beim nächsten To Do-

Und dann nimmst du die Kamera zur Hand und stellst die Belichtungszeit ganz kurz ein.
So kurz, dass alle Bewegungen einfrieren. 1/5000 Sekunde.

Du hältst deine Zeit an.

Wassertropfen bei kurzer Belichtungszeit

… und aus dem verschwommenen Rauschen werden auf einmal einzelne Wassertropfen.
Du siehst, wie sie durch die Luft wirbeln und wie wunderschön sie dabei sind.

Wassertropfen bei kurzer Belichtungszeit

In jedem Tropfen spiegelt sich die Welt.

Wassertropfen bei kurzer Belichtungszeit

Wieder und wieder drückst du auf den Auslöser.

Wassertropfen bei kurzer Belichtungszeit

Irgendwann bemerkst du, wie spät es ist. Du hast die Zeit nicht angehalten, sie ist einfach ohne dich weitergelaufen.

Wassertropfen bei kurzer Belichtungszeit

Klar, wir können die Zeit nicht anhalten. Aber wir können entscheiden, wie wir sie verbringen. Welche Momente wir sammeln wollen.

Und Momente am Gartenteich sind ziemlich gut.

Wassertropfen bei kurzer Belichtungszeit

Fliegende Wassertropfen fotografieren: wie wird’s gemacht?

Du möchtest auch solche Fotos aufnehmen? – Here we go! 🙂

Fotografiert habe ich hier an unserem kleinen Gartenteich, in dem eine Wasserspielpumpe steht. An den Dingern kannst du verschiedene Arten von Wasserfontänen einstellen.

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So sieht das dann aus:

Wasserspiel bei uns im Garten

Eine ultrakurze Belichtungszeit ist wichtig, damit du die einzelnen Wassertropfen im Flug erwischst und sie dabei scharf abgebildet werden. Ich habe hier mit 1/5000 Sekunde gearbeitet.

Daher fotografierst du am besten bei möglichst hellem Tageslicht – andernfalls musst du die kurze Belichtungszeit durch eine hohe ISO-Zahl ausgleichen und dann verrauschen deine Bilder früher oder später. Wie viel ISO noch brauchbare Ergebnisse liefert, hängt von deiner Kamera ab. Bei meiner Canon 5D Mk III konnte ich hier locker auf ISO 1000 gehen.

Bei der Blendenzahl kommt es darauf an, wie genau dein Bild nachher aussehen soll. Grundsätzlich sorgt eine möglichst offene Blende (also eine kleine Blendenzahl wie f/2.8) dafür, dass der Hintergrund schön unscharf verschwimmt und die einzelnen Wassertropfen besser zur Geltung kommen. Allerdings fliegen die Wassertropfen auf unterschiedlichen Schärfeebenen – sprich, sie sind unterschiedlich weit von dir und deiner Kamera entfernt. Je weiter du die Blende schließt, desto mehr Ebenen werden noch scharf abgebildet. Ich habe hier mit f/4.5 gearbeitet.

Als Objektiv eignet sich wunderbar ein „Immerdrauf“ wie das Tamron 28-75mm f/2.8, das ich hier bei 75mm verwendet habe. Fotografierst du allerdings an größeren Wasserspielen, beispielsweise im Park, macht ein Teleobjektiv Sinn.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Über die Autorin

Anne Schwarz | Bloggerin

Anne Schwarz

Hey, ich bin Anne - Multipassionate, waschechtes Dorfkind, Pferdemädchen und Bloggerin aus Leidenschaft.

Hier schreibe ich über meine vielen Hobbys und was sonst so in meinem (Lieblings-)Alltag passiert.

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10 Kommentare
11. Juni 2019 8:06

Schöne Bilder! Und genau die passenden Worte um in den Tag zu starten 🙂

11. Juni 2019 11:34

Sehr schöne Fotos! Ja, beim Spielen mit den Belichtungszeiten kann man wirklich die Zeit vergessen…

Nara
11. Juni 2019 21:44

Wunderschön!

11. Juni 2019 21:50

Ich liebe jedes einzelne Foto. <3 Es entschleunigt irgendwie – und das ist genau das, was man in der heutigen schnelllebigen Zeit brauchen kann.

13. Juni 2019 14:44

das liebe ich!!!! ach! ich muss endlich wieder mehr mit der großen fotografieren. diese farben, diese klarheit. s o schön!

Petra
25. April 2020 9:31

Ich bin begeistert von diesen Fotos und werde mich heute dranmachen es auch auszuprobieren Danke für diese inspiration

„Wenn du immer versuchst normal zu sein,
wirst du niemals erfahren,
wie besonders du sein kannst.“

Maya Angelou