10 Jahre Haus

10 Jahre Haus.

Dieser Tage jährt sich unser Hausbau zum 10. Mal. Wenn das nicht mal ein Anlass ist für eine kleine Zeitreise…

Einige von euch lesen hier ja schon eine gefühlte Ewigkeit mit und erinnern sich bestimmt noch an diese Phase. Ich habe ja damals ganz fleißig in der Kategorie Hausbau gebloggt.
Jetzt habe ich hier nochmal alles zusammengefasst und natürlich ganz viele Vorher-Nachher-Bilder mitgebracht. 🙂

Von der Idee zur Baugrube

2014 beginnen mein Exmänne und ich mit der Suche nach unseren eigenen vier Wänden. Nach mehreren Monaten frustrierender Hausbesichtigungen steht fest: wir bauen doch selber!
Wir informieren uns über komplett frei geplante Häuser sowie über Fertighäuser und entscheiden uns letztlich für ein skandinavisches Fertighaus von Danhaus.

Vielleicht ist es Schicksal, vielleicht aber auch einfach Zufall, dass wir nur wenige Tage später – im März 2015 – gleich unser Traumgrundstück finden. Auf dem Dorf, zwei Felder weit entfernt von dem Ponyhof meiner Kindheit.

Unser Grundstück im September 2015

Bevor das Grundstück zur Baustelle werden kann, müssen wir uns um ganz viel Papierkram und Planerei kümmern: wir vereinbaren etliche Termine mit der Bank, um die Finanzierung in trockene Tücher zu packen, lassen ein Bodengutachten erstellen, schmieden natürlich jede Menge Pläne, wie unser Häuschen aussehen soll, stimmen das mit Danhaus bei der Bemusterung ab und stellen schließlich einen Bauantrag.

Dann der Schock: der Bauantrag wird abgelehnt, weil das Haus an der geplanten Stelle auf dem Grundstück nicht stehen darf und der Architekt nicht auf dem Schirm hatte, dass man hier auch einen Entwässerungsantrag stellen muss, der sich als nicht ganz so trivial erweist. Das ist im Oktober 2015.
Wir planen Haus und Garten neu und wissen dabei mehrere Monate lang nicht, ob wir überhaupt bauen dürfen – eine verdammt nervenaufreibende Zeit.
Am Ende geht aber alles gut: im März 2016 erhalten wir die Baugenehmigung.
Im Nachhinein betrachtet ist es so tatsächlich viel schöner und praktischer geworden als im ersten Entwurf.

Die Baugrube entsteht

Zwischen dem 13. und 16. Juli 2016 wird die Baugrube ausgehoben.

Kellerbau

Am 26. Juli reist die Firma glatthaar an, um die Bodenplatte zu gießen und zwei Tage später unseren Fertigkeller zu stellen.

Danach geschieht erstmal nichts mehr, außer dass es durch das notdürftig mit einer Plane abgedeckte Treppenloch mehrmals in den Keller regnet und wir etliche Tausend Liter Wasser abpumpen müssen. 🫠

Vorbereitung für den Hausbau

Ab Mitte August 2016 geht es dann Schlag auf Schlag: erst wird die Baugrube verfüllt, damit verschwindet unser „Burggraben“…

… dann werden hinten im Garten die große Zisterne eingelassen sowie die Punktfundamente gesetzt für die Pfosten der Loggia…

… und schließlich ist es soweit:

Der Richttermin

Am 23. August ist der langersehnte Tag gekommen, an dem unser Haus endlich errichtet wird!

An Tag 1 entsteht das Erdgeschoss, tags darauf das Dachgeschoss und an Tag 3 wird das Dach abgedeckt.

Ich erinnere mich noch gut an dieses irgendwie unwirkliche Gefühl – nach all der vielen theoretischen Planerei stehen wir auf einmal wirklich in unserem Haus! 🤩

Vom Rohbau zum Zuhause

Die Euphorie muss aber bald einem großen Batzen Geduld weichen: rund fünf lange Monate soll es nun noch dauern, bis aus dem Rohbau ein bezugsfertiges Haus wird.

Im Dachgeschoss gibt es anfangs noch gar keine Innenwände, die Gaube wird in liebevoller Handarbeit gezimmert. Nach und nach kommen alle Gewerke zusammen: Fußbodenheizung verlegen, Estrich gießen, verklinkern, das Dach eindecken, die Elektroleitungen verlegen, Sanitärinstallationen, Lichtschalter und Lampen montieren, Fensterbänke, Innentüren, PVC verlegen und die Bäder fliesen, und und und…

Auch wenn wir eigentlich so gut wie alle Gewerke an Profis vergeben haben, weil wir beide Vollzeit arbeiten und rund 40km entfernt wohnen: wir verbringen verdammt viel Zeit mit dem Hausbau, sei es vor Ort oder am Telefon beim Koordinieren.

Natürlich läuft nicht alles wie am Schnürchen, aber im Großen und Ganzen kann man schon sagen, dass alles geklappt hat. Es gab keine Planungsfehler unsererseits und es wurde auch alles so umgesetzt wie geplant.
Über diverse Beinahe-Katastrophen sehen wir an dieser Stelle mal gnädig hinweg, wie etwa als die Kellerwände fast um 90° verkehrt aufgestellt wurden, „weil die Haustür doch immer zur Straße zeigt“. Tja. Bei uns halt nicht, da zeigt die Haustür zum Feld und ich musste dem Kellermenschen sehr deutlich klarmachen, dass ich als Bauherrin das wohl doch ein bisschen besser weiß als er und das auch durchaus verantworte, ohne dass mein Mann neben mir steht. 😀

Der Einzug

Im Februar 2017 ziehen wir endlich ein. Ein paar Einblicke teile ich damals in den Roomtours.

Mittlerweile sehen die Räume teilweise anders aus – manche haben wir einfach so umgestaltet, andere werden jetzt auch anders genutzt als ursprünglich geplant. 2022 haben mein Exmänne und ich uns getrennt, 2023 habe ich mit meiner besten Freundin und ihrer Familie eine Patchworkfamilien-WG gegründet. Demnächst stehen da auch nochmal Veränderungen an.

Der Garten entsteht

Nun ist das Haus selber ja nur die halbe Geschichte beim Hausbau, das Drumherum wollte ja auch gestaltet werden.

An dieser Stelle habe ich ein paar Bilder vom Garten mitgebracht, grob thematisch und chronologisch sortiert. Ich habe mich ja direkt mit Feuereifer in die Aufgabe gestürzt, die kahle Mondlandschaft in einen kunterbunten, lebendigen Garten zu verwandeln. Wenn ich mich jetzt so umschaue, hat das ganz gut geklappt. 💛

Nach und nach sind ganz schön viele Bäume, Sträucher und Stauden eingezogen und natürlich auch Obst- und Gemüsepflanzen. Die Wege waren anfangs bloßer Schotter, Ende 2018 haben wir dann gepflastert.

Einfahrt & Vorgarten

Mittelgarten

Den Bereich gegenüber der Haustür, zwischen dem Vorgarten und dem großem Garten hinten, bezeichnen wir einfallsloserweise naheliegenderweise als Mittelgarten. 😀

Hier habe ich zwei kleine Teiche gebaut, einen Weg angelegt und neben einer Harlekinweide und einer Duftrose viele Stauden gepflanzt.

Hinten im Garten

Was anfangs nur als große Rasenfläche mit zwei, drei Bäumen geplant war, hat sich im Laufe der Jahre deutlich gewandelt. Unter anderem sind zwei große Hochbeete entstanden, unzählige Blumenbeete und diverse weitere Bäume sind hinzugekommen (Apfelbäume, Kirsche, Birne, Nektarine, Speierling, …), Obststräucher, der mit einem Staketenzaun eingefasste Bauerngarten mit mittlerweile sechs weiteren Hochbeeten, viele Stauden, das Kräuterbeet, ein Gewächshaus und im schmalen Gartenteil neben dem Haus leben seit 2020 unsere Hühner.

So ist der Garten mittlerweile ein buntes, blühendes Paradies für sehr viele Tiere und Pflanzen geworden. 💛


10 Jahre… es fühlt sich gleichzeitig viel länger und viel kürzer an.

Ich bereue den Hausbau kein bisschen. Auch wenn es eigentlich wahnwitzig ist, wie viel die Kredite jeden Monat verschlingen. Ich hoffe einfach, dass ich noch lang genug lebe, um irgendwann diesen magischen Moment zu genießen, an dem das Haus dann mal abbezahlt ist (Spoiler: das dauert noch). 🤣

Dankeschön fürs Weitersagen! :)

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1 Kommentar
2. August 2026 10:30

Wie krass diesen gesamten Prozess mal so zusammen gefasst zu sehen. Extrem beeindruckend. Ich hätte da so Respekt vor! Aber es sieht wirklich im Endergebnis so schön aus <3

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Ich bin Anne Schwarz – Multipassionate, waschechtes Dorfkind und Bloggerin aus Leidenschaft. Hier schreibe ich über alles, was den Alltag verzaubert & verwandelt in einen Lieblingsalltag.

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