12 von 12? Da simmer dabei, dat is prima…! Heuer fällt diese Aktion, bei der ganz viele Menschen ihren 12. des Monats in 12 Fotos festhalten, nämlich auf Weiberfastnacht. Wieverfastelovend, wie das hier im Rheinland heißt.
Ich stehe um 5 Uhr irgendwas auf und schlürfe schon mal meinen ersten Kaffee des Tages, ehe meine Freundin auftaucht und ich ihr mit ihrem Karnevalskostüm und der Frisur helfe. Sie geht als Fee ganz in Rosa mit viel Glitzer und ich lieb’s! 💖

Sobald sie zur Arbeit gefahren ist, lasse ich die Hühner raus und Bonnie und ich drehen pflichtschuldig unsere Runde. Es regnet in Strömen, der Hund ist ebenso wenig begeistert wie ich. Auf dem Foto pinkelt sie übrigens nicht gerade, sondern ich habe sie ins „Sitz“ geschickt, aber es ist Bonnie zu nass zum richtigen Hinsetzen. 😅

Während des Frühstücks bearbeite ich die Fotos, die ich gestern Nachmittag aufgenommen habe: Rehe auf dem Feld gegenüber! Die werden dann auch gleich mein Motiv für den nächsten Beitrag beim Projekt 52, den ich anschließend veröffentliche.

Ich räume die getrocknete Wäsche weg…

… und dann fahre ich zum Stall, verpackt in Regenhose, Regenjacke und Lederhut.
Feli steht drinnen und hat keine Lust, rauszugehen. Ich kann es ihr nicht verdenken.

Dolida ist draußen an der Heuraufe, aber herzlich wenig begeistert von dem Sauwetter.

Ich habe Stalldienst. Immer schön dran denken: Pferde sind ein Luxushobby. Ich schippe gefühlte zehn Zentner Luxusproduktionen weg. Meine Schuhe sind übrigens nicht mehr ganz dicht.

Wieder daheim, ist es Zeit für Bonnies Mittagsrunde. Die Nachbarskatze hat sich bei uns auf der Bank ein trockenes Plätzchen gesucht und begrüßt den Hund.

Ich setze mich an den Rechner und gestalte eine Druckdatei, die ich für mein Karnevalskostüm am Samstag und Rosenmontag brauche: ich gehe als Dopamin (😆) und damit man das jenseits der knallbunten Neonklamotten erkennt, will ich mir die Strukturformel ein paar Mal ausdrucken, laminieren und mit Sicherheitsnadeln am Kostüm befestigen, vorne außerdem mit einem Badge im Superhelden-Style, wo dann auch nochmal „Dopamin“ mit draufsteht.
Die Datei ist bald fertig, und das ist der Zeitpunkt, ab dem der Tag irgendwie rückwärts und bergab läuft. Karnevalsstimmung kann denn irgendwie auch gar nicht mehr auf. 🫠
Wir haben seit ein paar Wochen einen neuen Drucker, der bei meinem Mitbewohner im Arbeitszimmer steht. Der kann von seinem Windowsrechner aus auch wunderbar drucken. Mein Mac, einen Raum weiter, findet den Drucker nicht. Ich kann ihn nicht einmal anpingen. Beide Geräte sind im gleichen WLAN. Dürfen miteinander kommunizieren etc. pp. – irgendwann frage ich genervt Chatty. Chatty lässt sich die Diagnose- und Lösungsschritte einzeln aus der Nase ziehen und verarscht mich dann auch noch:
👩🦰 „Wie geht xyz?“
🤖 „Dazu machst du erst A und dann B.“
[ich mache A und B]
👩🦰 „Das verändert nichts.“
🤖 „Ah ja, das geht vielen so, das ist eine klassische Stolperfalle! Du musst erst B machen und dann A!“
… 🤦♀️
Geschlagene anderthalb Stunden ärgere ich mich damit herum. Am Ende scheint es daran zu liegen, dass der Repeater im Dachgeschoss aus irgendwelchen Gründen nicht im Mesh ist, deswegen zwar das WLAN weitergibt, aber seine eigenen Regeln aufstellt und auf die Ansage des Routers pfeift, dass die Geräte im WLAN miteinander kommunizieren dürfen. Wie ein bockiger Teenager verweigert er auch, konfiguriert zu werden. Der Windowsrechner kriegt das wohl gebacken, weil er über WSD geht und nicht über Bonjour.
Das Einbinden ins Mesh soll eigentlich ganz einfach gehen, indem man ein Knöpfchen am Router drückt und dann binnen 120 Sekunden am Repeater (oder umgekehrt, wie gesagt). Uneigentlich muss ich dafür in meinem Arbeitszimmer erstmal den Schreibtisch auf Seite rücken, um an den Repeater zu gelangen, und dann drunterkrabbeln. Um hingegen an den Router zu kommen, braucht es einen beherzten Hechtsprung über die Waschmaschine. Der steht nämlich in der Waschküche aka Haustechnikraum zwei Etagen tiefer, ich hetze also ein paar Mal die Treppen hoch und runter.
Am Ende geht es trotzdem nicht und ich bitte meinen Mitbewohner völlig entnervt, mir die Datei auszudrucken. 🙄
Aufs Laminieren und weiteres Basteln habe ich dann auch keine Lust mehr und verschiebe das auf später. Haha.
In der Zwischenzeit hat es immerhin aufgehört zu regnen und ich beschließe, nochmal zum Stall zu fahren und mit Dolida spazieren zu gehen. Natürlich fängt es wieder an zu schütten, kaum dass wir den Hof verlassen haben, und wir werden klatschnass. 🫠

Auf dem Rückweg füttere ich noch flott die Ponys hier im Dorf…

… dann fahre ich meine Freundin in einen benachbarten Ort.

Gerade habe ich es mir dann endlich mit trockenen Sachen auf dem Sofa gemütlich gemacht und will meine diversen WhatsApp-Nachrichten und Mails abarbeiten, ehe ich mit dem Kostüm weitermache, als das Telefon klingelt… ob ich nochmal in den Stall kommen könne.
Ein anderes Pferd kämpft seit gestern mit einer schweren Kolik. Die Besitzerin hat andere Prioritäten, als bei ihrem Pferd zu sein, die minderjährige Reitbeteiligung soll jetzt beim erneuten Tierarzttermin dabeibleiben und fragt, ob ich sie supporten kann. Zur Einordnung – bei einer heftigen Kolik gehört ein Pferd eigentlich in die Klinik, was für die Besitzerin aber nicht in Frage kommt. Falls die Behandlung nicht anschlägt, kann es durchaus sein, dass der Tierarzt das Pferd erlösen muss. Eine Jugendliche in so einer Situation allein zu lassen, ist schon ein starkes Stück… urgh.
Also fahre ich wieder rüber, wir warten auf den Doc. Der gibt zum Glück Entwarnung, die Stute ist auf dem Weg der Besserung. Da die Besitzerin kein Futter besorgt hat, plündere ich dann noch unsere eigenen Vorräte und wir lassen eine Portion Heucobs mit viel Wasser aufquellen und stopfen ein kleines Heunetz.
Ein bis zwei Stunden später soll das Pferd nochmal Heucobs bekommen. Also warten wir noch eine Weile zusammen, ehe die Reitbeteiligung abgeholt wird.
Ich muss eh die Tochter meiner Freundin in der Nachbargemeinde abholen, auf dem Rückweg halten wir dann also nochmal am Stall und füttern das Pferd.
Bei der Gelegenheit stauben natürlich auch unsere eigenen Hafermopeds Streicheleinheiten ab, hier der Wallach meiner Freundin. Ist Amigo nicht Zucker? 😍

Gegen halb zehn abends bin ich müde und durchgefroren endlich daheim, es gibt ein schnelles Resteessen mit Wraps vom Vortag… und dann ist mein Tag auch vorbei. 🥱
Die Beiträge der anderen Teilnehmer findest du wie immer bei Draußen nur Kännchen!


