Hitze und Dürre im Sommer 2026

Hitze & Dürre.

Ich weiß gar nicht, die wievielte Hitzewelle des Jahres das hier gerade ist. Die vierte? Für heute und morgen werden schon wieder Temperaturen jenseits der 30°C prognostiziert. 🥵

Es ist nicht nur abartig heiß (in Westeuropa war es im Juni und Juli so heiß wie noch nie), es ist auch verflucht trocken. Seit Wochen hatten wir keinen nennenswerten Niederschlag mehr. Einmal hat’s nachts geregnet, heureka, aber davon war schon am Vormittag nichts mehr zu sehen. Wenn in der Wettervorhersage das Wort „Regenrisiko“ steht, fängt man schon hysterisch an zu lachen, denn „Regenchance“ träfe es derzeit echt besser.

In den Wäldern sieht es aus wie im Herbst… lauter gelbe und braune Blätter, unter den Füßen raschelt trockenes Laub. Der Lehmboden hier in der Region ist steinhart geworden und reißt in großen Furchen auf.

Die Pegel der Flüsse sinken immer weiter, ein Niedrigrekord jagt den nächsten. Mittlerweile befürchten Binnenschiffer, dass der Rhein bald nicht mehr durchgängig passierbar ist.
Dieser Tage waren wir auf Schloss Drachenburg beim Drachenfels in Königswinter. Von da oben aus hat man ein wunderschönes Panorama über den Rhein – und sieht, wie krass wenig Wasser er derzeit führt:

Rhein bei Königswinter im August 2026

Dieser Sommer 2026 ist einfach nur heftig. Spätestens jetzt sollte auch die letzte Dumpfbacke verstanden haben, dass die Klimakrise real ist.

Was macht die Dürre mit dem Garten?

Das Gewächshaus war um diese Jahreszeit noch nie so kahl wie jetzt. Es wird darin einfach viel zu heiß, trotz 24/7 geöffnetem Dachfenster und Tür. Normalerweise entwickeln sich die Tomaten spätestens ab Juli zu einem imposanten Dschungel. Diesmal sind sie aber kaum gewachsen, gerade mal eine Handvoll Früchte konnten wir ernten. Bis Ende Juli habe ich noch hingebungsvoll gegossen, mittlerweile habe ich’s drangegeben.

Tomaten-Fail 2026
Tomaten-Fail im August: gepflanzt im Mai, kaum gewachsen

Die Kartoffeln hatten es schwer – im Frühjahr haben sich Schnecken ausgetobt und was dann übrig blieb, hatte mit der Trockenheit zu kämpfen. Die Zwiebeln sind als einzige Pflanzen halbwegs gut gewachsen. Möhren und Kohlrabi haben trotz zweimaliger Aussaat nicht funktioniert: die erste Charge wurde in einem Starkregen weggeschwemmt und ward nie wieder gesehen, die zweite kam mit der Hitze nicht klar und ging alsbald ein. Gleiches Spiel mit dem Freilandsalat, nur der Salat im Gewächshaus im Frühling wuchs gut.

Die Hortensien, ihres Zeichens wasserliebend ohne Ende, leben dank viel Gießens immerhin noch. Geblüht haben sie dieses Jahr aber kaum. Ähnliches gilt für die Kirsche – die blühte zwar, es haben sich aber dank der ersten Hitzewelle im Mai kaum Früchte entwickelt. Auch die Erdbeeren und Himbeeren haben sich mit Früchten echt zurückgehalten.

Unterm Strich ernten wir also kaum etwas dieses Jahr. 😶

Dass der Rasen größtenteils braun verdorrt ist, versteht sich von selbst.

Verdorrter Rasen im August 2026

Immerhin macht sich unsere 6.000 Liter fassende Zisterne mal wieder bezahlt, ich gieße immer noch mit Regenwasser. Die Gemüsebeete habe ich mittlerweile abgeschrieben, ich schaue einfach, dass die Bäume überleben und die Stauden. 🤷‍♀️

Wie geht es den Tieren?

Die Hühner stecken die Hitze soweit ganz gut weg. In ihrem Auslauf spenden die Büsche ja viel Schatten und nachts lassen wir die Stalltür auf, dafür haben wir ja zum Glück noch die Voliere außenherum.

Bonnies Hunderunden fallen meist kürzer aus als sonst, vor allem tagsüber. Dafür genießt sie viel Zeit im Garten.

Mit den Pferden gehen wir am Wochenende frühmorgens ausreiten oder arbeiten sonstwie. Unter der Woche haben die Pferde ehrlicherweise oft frei bzw. werden dann nur geputzt und betüdelt, da es abends nach der Arbeit meist immer noch viel zu warm ist. Ich bin sehr froh, dass sie sich durch die Offenstallhaltung trotzdem nicht die Beine in den Bauch stehen.

Außer der Halle steht uns ja ein Außenplatz zur Verfügung und da staubt es schon echt heftig, wenn er nicht gerade gewässert wurde. Neulich haben wir unsere vier Pferde dort zusammen freilaufen lassen (das erste Mal Amigo und Feli zusammen – das funktionierte aber wirklich entspannt) und ich hatte die große Kamera mit. Durch den Staub sind viele Fotos leider unscharf geworden, aber ich mag sie trotzdem hier zeigen. Insbesondere Feli und Leya haben alles gegeben. 😀

Wann kommt endlich mal Regen?

Die Wetterprognose verspricht ab nächster Woche deutlich niedrigere Temperaturen – und da ist dieses merkwürdige Symbol mit Wolken und Tropfen; wir wissen schon gar nicht mehr so recht, was das bedeutet? 😆

In diesem Sinne: auf in den nächsten heißen Tag…

Dankeschön fürs Weitersagen! :)

Was denkst du?

Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
anne-schwarz-bloggerin-square.jpg

Ich bin Anne Schwarz – Multipassionate, waschechtes Dorfkind und Bloggerin aus Leidenschaft. Hier schreibe ich über alles, was den Alltag verzaubert & verwandelt in einen Lieblingsalltag.

Vernetzung