Damit sich die diversen Rückblicke gegen Ende des Monats und auch noch des Jahres nicht knubbeln, erscheinen die Pferdestallgeschichten jetzt schon ein paar Tage eher. 😀
Es ist Winter geworden und das heißt: es wird früh dunkel. Ausreiten oder Spazierengehen findet nicht mehr ganz so oft statt und wenn ich in der Halle meine Bahnen ziehe, zu Fuß oder im Sattel, mache ich bei der funzeligen Beleuchtung nur selten Fotos.
Richtig viel gab es auch nicht zu berichten, sodass ich den November und Dezember hier jetzt zusammen abfrühstücke.
Bilder von Dolida
Los geht es einfach mal mit einem Schwung Schnappschüsse von Dolida ohne nennenswerten Text dazu:







Wandern mit Dolida
Am 2. Weihnachtstag bin ich mit Dolida spontan zu meiner Mama gelaufen. Die wohnt zu Fuß ungefähr 45 Minuten vom Stall entfernt, bislang sind wir nur mal auf einem Ausritt bei ihr vorbeigekommen.
Der Hinweg war nicht ganz so schön, da wir ein ganzes Stück an einer vielbefahrenen Landstraße durch ein kurviges Waldgebiet entlang müssen. Immerhin gibt es dort einen schmalen Bürgersteig. Leider war der immer wieder mit Scherben übersät, sodass ich höllisch aufpassen musste, wo Dolida hintritt, und wir das ein oder andere Mal auf die Straße wechseln mussten.
Die Autofahrer sind nicht immer nur mit Tempo 70 an uns vorbeigerast, was dort eigentlich herrscht. Aber da ist Dolida einfach ein wahnsinniges Verlasspferd, sie ist ohne mit der Wimper zu zucken ganz entspannt hinter mir her gelaufen. So eine tolle Maus. 😍
Meine Mama war denn nur leicht verwundert, als es klingelte und Dolida vor der Tür stand. 😀
Ich habe sie dann noch um einen Teelöffel als Hufkratzer-Ersatz gebeten, weil ich sichergehen wollte, dass Dolida sich keine der kleinen Scherben reingetreten hat – Glück gehabt, nichts passiert.

Auf dem Rückweg wählte ich dann eine andere Strecke, wo wir nur kurzes Stück an der Straße hatten und ansonsten im Wald an einem Bach entlang bis zu einem See liefen und von da aus zurück auf die altbekannte Strecke Richtung Stall. Dort war dann zwischenzeitlich etwas klettern angesagt – und Dolida ist so richtig aufgeblüht! Sie liebt sowas ja.
Ich war mir allerdings nicht ganz sicher, wie lange wir brauchen würden, zumal es auf dem Rückweg viel bergan ging… und so allmählich ging halt auch die Sonne unter. 😀



Hat aber alles gut gepasst und wir kamen k.o., aber glücklich noch bei Tageslicht wieder am Stall an.
Feli & ihre Füße
Feli macht bei der Hufbearbeitung mittlerweile große Fortschritte. Nach dem Drama mit dem Hufschmied bin ich sehr glücklich, dass die Barhufbearbeiterin meines Vertrauens sie wieder übernimmt.
Bei ihrem letzten Termin hat Feli denn auch nur einmal kurz angefragt, ob sie denn wirklich stillhalten und ihren Huf auf dem Bock stehen lassen muss. Kein Vergleich zu den Eskalationen vorher!
So allmählich gewöhnt Feli sich an das Prozedere und läst das schon ziemlich entspannt mit sich machen.

Was tut sich sonst bei Feli?
Die Gute wächst und wächst… 😅
Zwischenzeitlich war sie dabei auch mal wieder ganz schön überbaut, also hinten am Popo höher als vorne. Dann merkt man auch immer, dass sich ihr Bewegungsablauf ändert und vorübergehend nicht mehr so flüssig ist wie sonst.
Hier mal ein Foto von Anfang November, wo man das ganz gut sieht – mittlerweile bildet der Rücken wieder eine horizontale Linie:

Das Bäuchlein ist mittlerweile etwas weniger geworden, wir netzen den Heuballen jetzt nämlich mit zwei Netzen übereinander ein, damit die Damen nicht so drauflos spachteln und Unmengen vertilgen.

Bei der Arbeit macht Feli grundsätzlich lieb mit und man merkt ihr an, dass sie richtig Lust hat, etwas zu machen und zu lernen. Beim Longieren ist jetzt meistens der Gurt um den Bauch, damit sie sich daran gewöhnt und der Sattel dann kein großes Thema mehr wird. Generell lässt sie sich an der Longe gut händeln und versucht nicht, sich loszureißen – ein bisschen Action ist bisweilen aber doch drin. 😀

Beim Toben mit Leya in der Halle ist Feli ausgerutscht und hat sich eine große Schramme innen am Vorderbein zugezogen. Zum Glück aber nichts Dramatisches, sie ist nicht lahm gegangen und die Wunde heilt gut ab.
Weihnachtsshooting
Die Bilder vom Weihnachtsshooting habe ich hier ja neulich schon in einem eigenen Beitrag gezeigt, der Vollständigkeit halber seien sie an dieser Stelle aber auch noch einmal erwähnt.


Alles in allem waren das zwei geruhsame Monate, in denen nicht viel Aufregendes passiert ist. Das ist ja auch mal schön. 😊


