Stallwechsel: der Umzug unserer Pferde

Dankeschön fürs Weitersagen! :)

Stallwechsel: die Pferde sind umgezogen

Jetzt ist es schon zwei Wochen her, dass unsere Pferde in den neuen Stall umgezogen sind.

Warum und wieso, habe ich dir ja neulich schon mal erzählt. Wie lief der Umzug selber und wie haben sie sich eingewöhnt?

Die Vorbereitungen: Zeug umziehen

So ein Umzugstag mit Pferden ist ein ziemlich nervenaufreibendes und anstrengendes Unterfangen. Um etwas Druck aus dem Tag selber rauszunehmen, haben wir das Equipment daher schon am Vortag in den neuen Stall gebracht.

Meine Schränke aufgeräumt und vorsortiert hatte ich bereits eine Weile vorher. An besagtem Donnerstag musste ich den Kram dann „nur“ noch ins Auto stopfen – so war zumindest der Plan.
Well. Natürlich passte trotz fortgeschrittener Tetris-Skills nicht alles ins Auto, natürlich bin ich am Umzugstag selber auch noch mal mit reichlich Krempel im Auto gefahren. 😀

Stallwechsel: Auto beladen
Tetirs in 3D

Damit du eine grobe Vorstellung bekommst, was alles mit musste (das ist nur mein Kram – meine Freundin hat ungefähr die gleiche Menge nochmal für ihre beiden Pferde):

  • Dolidas Sattel plus Schabracke
  • Dolidas Reitpad
  • Felis Sattel plus Schabracke
  • 2 Sattelgurte
  • 2 große Futtertonnen
  • diverse einzelne Futtereimer (Leinsamen, Mineralfutter, Mineralbricks, Arthrosepulver, Weidenrinde, Flohsamenschalen, … was man halt so braucht für zwei Pferde, von denen eines diverse Baustellen hat)
  • 3 Futterschüsseln
  • die kleinen Dosen fürs pferdige Meal Prep, in denen ich Dolidas Zusätze vorbereite
  • 2 Putztaschen
  • Nachfüllkanister Mähnenspray
  • Aufstiegshilfe aka Tritthocker
  • Medikamentenschränkchen
  • Hütchen für die Bodenarbeit
  • Balance Pads
  • die große Kiste mit den Waschsachen
  • diverse Kisten und Körbe mit:
    • Gamaschen
    • Bandagen
    • Halsriemen
    • Reithelm und Handschuhe
    • Lederpflege
    • Werkzeug
    • … Zeug 🤪
  • Reitstiefel
  • Sicherheitsweste (für Feli… also für mich 😀 )
  • 4 Hufschuhe von Dolida
  • 2 Trensen von Dolida (gebisslos und mit Gebiss)
  • Felis Kappzaum plus Longe (aus Biothane)
  • Dolidas Longe (aus Stoff)
  • Knotenhalfter mit Bodenarbeitsseil
  • Longiergurt plus Schabracke
  • Doppellonge
  • Longierpietsch
  • Gerte
  • 2 Fliegendecken
  • 2 Fliegenmasken
  • 2 Ersatzhalfter und -stricke
  • … und diverser Kleinkram

In Anbetracht der Jahreszeit habe ich gar nicht alles mit in den neuen Stall genommen, sondern erstmal mit nach Hause – allem voran die diversen Regendecken, Winterdecken und Abschwitzdecken, die allein schon echt viel Platz wegnehmen. So ein Pferd braucht halt dezent mehr Stoff als nur ein T-Shirt. Die bringe ich jetzt erstmal zum Waschen und verstaue sie dann daheim im Schrank.

Sobald die Schränke leer waren, habe ich die dann natürlich ausgefegt – ich hinterlasse sowas immer ordentlich und so, wie ich es auch selber vorfinden möchte.

Auch meine Trensenhalter und Gertenhalter habe ich abmontiert und mitgenommen.

Alles in allem hat es rund zwei Stunden gedauert, alles auszuräumen und einzuladen. Im alten Stall ließen wir nur das Nötigste zurück, was wir am nächsten Tag für den Transport benötigen würden: Halfter, Stricke, Dolidas Gamaschen zum Schutz ihrer Beine und die Equidenpässe. Die muss man immer mit sich führen, wenn man ein Pferd transportiert.

Gegen 19.30 kamen wir im neuen Stall an. Den ersten Teil der Sachen haben wir unten in die Sattelkammer und Futterkammer geräumt. Pro Pferd steht uns ein halbhoher Schrank mit Sattelhalter zur Verfügung, also deutlich weniger Platz als vorher.

Schrank im neuen Stall

Dafür können die Futtertonnen separat stehen.

Futterkammer im neuen Stall

Praktischerweise haben außerdem noch eine Kammer mit Schränken und Regalen nur für die Stuten gleich oben am Offenstall. Da haben wir dann auch einmal durchgefegt und anschließend den Rest unseres Equipments provisorisch verstaut.
Für das Regal will ich noch Boxen mit Deckel besorgen, damit das da nicht alles einstaubt und ordentlich ausschaut.

Kammer am neuen Stall

Um 21.45 haben wir schließlich Feierabend gemacht, müde und k.o. 😅

Abends am neuen Stall
Der Mond leuchtete am Himmel, als wir Feierabend machten…

Der Umzugstag der Stuten

Freitagmorgen waren wir zeitig am Stall. Feli döste noch nichtsahnend vor sich hin:

Feli döst

Wir sperrten die Stuten auf den Paddockbereich, damit wir sie nachher nicht von j.w.d. auf der Wiese holen müssten, und äppelten die Wiese ab. Anschließend putzten wir die Pferde gründlich und machten sie schick.

Pünktlich um 10 Uhr rollte der bestellte Transporter auf den Hof. Ja, da steht wirklich „Pferdetaxi“ drauf. 😀

Pferdetaxi für den Stallwechsel

Mit ebenjenem Transporter war Feli damals auch von der Züchterin zu mir gebracht worden. Zu diesem Zeitpunkt war sie ja noch quasi roh, kannte also das Angebundenwerden noch gar nicht und musste dementsprechend frei im Transporter fahren.

Diesmal sollten alle drei Stuten hinein. Das heißt, die erste Stute steigt ein, wird aus Platzgründen schräg zur Fahrtrichtung gestellt und angebunden, man schließt hinter ihr die Trennwand, dann steigt die zweite Stute ein, gleiches Spiel mit der Trennwand, und dann folgt die dritte Stute.

Das Verladen & Transportieren

Feli sollte als erstes einsteigen, dann Dolida und schließlich Steffis Leya. Bei der waren wir uns nämlich nicht sicher, wie viel Terror sie machen würde, und hofften, dass sie eher ihren Freundinnen folgen würde, als zuerst einzusteigen.

Ich schnappte mir also Feli und ging in den Transporter. Der hat keine Rampe, sondern man steigt eine Stufe hoch. Wie schon beim ersten Transport machte Feli das richtig großartig und stapfte mir einfach hinterher. Also – zumindest der vordere Teil vom Pferd. Plötzlich machte es nämlich RUMMS – Feli hatte vergessen, dass sie auch ihre Hinterbeine über die Stufe heben musste und fiel halb in den Transporter. 😵 Zum Glück hat sie sich nicht verletzt.
Soweit war noch alles entspannt – aber dass hinter ihr plötzlich die hohe Trennwand zugemacht wurde, fand Feli richtig, richtig kacke. Sie bollerte entrüstet und panisch gegen die Wand und machte so ein Theater, dass der ganze Transporter schwankte. 😵‍💫 Ich beruhigte sie so gut es ging von außen vom Fenster aus, was immerhin ein bisschen was brachte. Auf mich ist Feli am meisten fixiert und deswegen beschlossen wir kurzerhand, dass Steffi Dolida verladen würde.

Tjaaaaa. Bislang habe ich Dolida immer problemlos verladen können.

Aber jetzt sah sie es überhaupt nicht ein, in dieses Ungetüm zu steigen, in dem zudem Feli immer wieder scheppernd gegen die Wand trat. Eigentlich ist Dolida ja tiefenentspannt, aber das fiel eindeutig in die Kategorie NEVER EVER. Entsprechend ihres spanischen Temperaments stieg sie, sprang rückwärts und so weiter, sodass Steffi ihre liebe Mühe hatte. Irgendwann fiel bei Dolida dann aber der Groschen, sie guckte sich den Transporter an – und stieg ein, sodass der Transporteur hinter ihr schnell zumachen konnte. Im Nachhinein haben wir uns gefragt, ob sie das Fehlen der gewohnten Rampe möglicherweise zusätzlich aus dem Konzept gebracht hat. Normalerweise geht sie nämlich problemlos in Hänger.

Nun ja – Dolida fand es auch nicht pralle, in ihr Abteil gesperrt zu werden. Bei normalen Hängern gibt es in der Mitte ja nur eine halbhohe Trennwand, wo die Pferde sich sehen können. Die hier war aber komplett hoch.
Felis Aufregung steckte sie natürlich an, auch wenn Dolida dabei nicht so sehr eskalierte.

Jetzt fehlte noch Leya – und wider Erwarten stieg ausgerechnet die total gechillt ein. 😀

Mir kam das Verladen meiner Stuten ewig vor, aber tatsächlich waren wir superflott – die ganze Aktion hat keine 10 Minuten gedauert. Auch wenn meine Pferde nicht ganz so entspannt eingestiegen sind, wie ich gehofft hatte, war es mal wieder mega, einen so kompetenten Transporteur dabei zu haben.

Die Fahrt verlief zum Glück problemlos. Wir fuhren dem Transporter hinterher und hatten ehrlicherweise etwas Kopfkino, wie wir die Stuten heil ausladen sollten, so aufgebracht rückwärts die Stufe runter…

Angekommen auf dem Hof, stellten wir fest, dass die Sorgen unbegründet waren: der Transporter hat einen Frontaussteig mit Rampe, der uns beim Verladen vor lauter Trubel gar nicht aufgefallen war.
Da konnten wir die Pferde eines nach dem anderen ganz problemlos vorwärts runterführen und das machten sie auch super ruhig mit. Feli war zwar klatschnass geschwitzt, aber die Moral bei den dreien war intakt.

Sieh’s mir bitte nach, dass ich vom Transport sonst keine Bilder habe, ich hatte alle Hände voll zu tun und kam nicht zum Fotografieren. 😅

Ankommen im neuen Zuhause

Über das Hofgelände ließen sich alle Stuten super führen, obwohl das ja so viele Eindrücke waren mit ganz vielen neuen Pferden links und rechts.

Feli, Dolida und ich

Wir brachten sie erstmal auf den Außenplatz, wo sie sich die Beine vertreten und sich wälzen konnten, ehe wir sie sie hoch in den Offenstall führten.

Unsere Stuten auf dem neuen Platz

Den Offenstall durften sie dann erstmal in Ruhe erkunden. Was für eine Erleichterung in ihren Gesichtern – auch hier wartete eine prall gefüllte Heuraufe auf sie! 😀
Die Tränke funktioniert hier etwas anders. Statt einer Selbsttränke, wo sie an einen Bügel drücken müssen, damit neues Wasser nachläuft, ist das hier eine Balltränke. Da halten sie einfach ihre Schnute ins Wasser – das haben sie alle schnell verstanden.

Nachdem die Stuten den Paddockbereich und Stall inspiziert hatten, machten wir ihnen das Tor zur Wiese auf. Juchuuuuh!

Unsere Stuten auf der neuen Weide

Vergesellschaften mit Stute No. 4

Der Plan war, die Stutenherde um ein weiteres Pferd zu ergänzen. Eine große Stute, die im Sport geht und mit Magenproblemen zu kämpfen hat. Die Ruhe in einer Offenstallherde sollte ihr helfen, ausgeglichener zu werden als in der bisherigen Paddockbox, wo sie nur tagsüber in einer großen Herde rausging.

Spoiler: es hat nicht funktioniert. 😞

Wir stellten die vierte Stute schon nach einer kurzen Weile mit auf die Wiese, damit unsere drei Damen nicht auf den Gedanken kämen, dass das „ihr“ Revier sei und sie es verteidigen müssten. Erstmal war das auch entspannt – fressen verbindet halt.
Allerdings schoss Feli dann plötzlich mit angelegten Ohren auf die Stute zu, die vor Schreck das Weite suchte. Dolida und Leya, die ja eigentlich deutlich ranghöher sind als Feli, interessierte das nicht die Bohne. Und Pubertier Feli sah ihre Chance auf sozialen Aufstieg gekommen! Sie verklickerte der anderen Stute glaubhaft, dass sie hier die Chefin sei und „verteidigte“ ihre Herde, indem sie sie immer wieder jagte. Die andere Stute stresste das total, sie kam irgendwann gar nicht mehr aus dem hintersten Teil der Wiese runter. Dabei ist sie laut Besitzerin eigentlich gar nicht so unterwürfig.

Nachts schlief die vierte Stute wieder in ihrer Box und wir wiederholten das Experiment der Vergesellschaftung in den nächsten Tagen. Zu viert auf der Wiese klappte es gar nicht, weil Feli sie immer wieder jagte. 🙄
Wir halbierten den Paddock- und Stallbereich mit Litze, stellten nur Leya zur anderen Stute und dann gingen stundenweise entweder Leya und die neue Stute oder meine beiden zusammen auf die Wiese.

Leya und die andere Stute freundeten sich tatsächlich an. Auch Dolida konnte ich alsbald dazustellen. Ganz am Anfang war sie etwas eifersüchtig, dass „ihre“ Leya jetzt mit der Neuen befreundet war, aber das gab sich und die drei grasten friedlich zusammen.

Aber mit Feli funktionierte es schlicht nicht. Ich hatte sie dann einzeln abgeteilt, was sie soweit auch entspannt mitmachte, aber sobald die andere Stute auch nur in die Nähe der Litze kam, schoss sie wieder wie ein schwarzer Teufel nach vorne. Ganz egal, ob die anderen dabei waren oder nicht.

Wir hatten natürlich im Vorfeld befürchtet, dass eine Dreiergruppe ein neues Pferd nicht einfach so aufnehmen würde. Aber ehrlicherweise haben wir null damit gerechnet, dass ausgerechnet Feli das Problem sein würde. Wie gesagt, sie war immer die rangniedrigste Stute. Im alten Stall hatten wir ja diverse Vergesellschaftungen, und die liefen soweit alle verträglich ab. Feli hat sich da auch mit den anderen Stuten angefreundet.
Wir hätten erwartet, dass Dolida oder Leya querschießen würden – de facto ist Leya Herdenchefin, und Dolida glaubt, sie sei es. 😅 Leya lässt Dolida mit ihrem Quietschen und Aufspielen meistens gewähren und regelt entspannt im Hintergrund. Aber hier haben die beiden sich weitestgehend rausgehalten.
Vielleicht stimmte zwischen Feli und der anderen Stute auch die Chemie partout nicht. 🤷‍♀️

Nach knapp zwei Wochen hat die Besitzerin der vierten Stute dann die Reißleine gezogen und sie aus der Herde genommen, was ich verstehen kann. 😶 Somit stehen unsere Mädels dann erstmal nur zu dritt.

Ausstand im alten Stall

Am Umzugstag abends hatten wir dann im alten Stall noch zum Ausstand eingeladen. Es gab Hugo mit und ohne Alkohol, Knabberkram, Salate und liebe Menschen bedienten den Grill.

War das Wetter die ganze Woche über hochsommerlich gewesen mit fast 30°C, zogen jetzt bedrohlich schwarze Gewitterwolken auf. Wir retteten uns schon mitsamt der Bierbänke unter den halboffenen Bereich vor der Reithalle… aber was dann an Wassermassen mitsamt Sturmböen runterkam, war einfach nur krass und hatte was von Weltuntergangsfeeling. Der Abend wurde also im wahrsten Sinne des Wortes feucht-fröhlich. 😃

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sagten wir tschüß…

Ausstand im alten Stall

… wobei wir da noch nicht endgültig weg waren:

Amigos Umzug

Aus logistischen Gründen zog der Wallach meiner Freundin erst sonntags in den neuen Stall. Da waren wir also vorher nochmal eine Weile zugange, um den Stutenstall gründlich zu misten und sauber zu hinterlassen.

Eine Miteinstellerin war so lieb, Amigo im Hänger zu ziehen. Er ließ sich problemlos verladen und freute sich dann sehr, seine Stuten auf dem Hof zu entdecken. Vermutlich hatte er zwei Tage lang gedacht, dass er sie nie wieder sehen würde?!
Sein Offenstall, den er sich mit zwei anderen Wallachen teilt, liegt direkt neben dem der Stuten. Da die Anlage am Hang liegt, können die Mädels aber auf die Jungs runtergucken. 😀

Feli und Amigo im neuen Stall

Anfangs hatte Amigo etwas Stress damit, „seine“ Damen abschirmen zu wollen… auch wenn die sich, zu seinem großem Frust, gar nicht sonderlich für ihn interessierten. Es dauerte aber nicht lange, bis er sich dann doch mit den anderen beiden Jungs anfreundete.

Als Pony muss Amigo natürlich seinen Ruf verteidigen und so testete er den Weidezaun denn natürlich auch zweimal, ob man da nicht drunterdurch tauchen und ausbüxen kann… er hat aber eingesehen, dass das eine doofe Idee ist. 😀

Einleben im neuen Stall

Abgesehen von Felis Eskapaden bei der Vergesellschaftung haben die Pferde und wir uns gut im neuen Stall eingelebt. Wir sind herzlich aufgenommen worden, auch wenn wir noch ein bisschen damit strugglen, uns alle Gesichter / Namen / Pferde zu merken. 😀 Es sind halt um die 50 Pferde und entsprechend viele Besitzer und Reitbeteiligungen.

Sehr ungewohnt fühlte es sich an, am ersten Samstag vormittags bei den Pferden zu sein und auf einmal kommt jemand und schaufelt deren Äppel weg… hui, Vollpension ist schon echt was Feines. 😍

Unsere drei Stuten
Die 3 von der Tankstelle… 😀

Der Außenplatz, auf dem wir longieren und frei arbeiten können, ist praktischerweise so gelegen, dass Amigo und die Stuten ihn von den Paddocks aus einsehen können. Das hat am Anfang den Stress etwas minimiert, wenn ein Pferd zum Arbeiten rausgenommen wurde und die anderen sich sorgten, dass es für immer verschwinden könnte. Mittlerweile geht das aber deutlich entspannter.

Freiarbeit mit den 3 Stuten
Freiarbeit mit allen Stuten
Dolida longieren
Dolida longieren

Die Reithalle ist ein Träumchen! Der Boden ist super gepflegt und das merkt man auch einfach beim Reiten. Dort auch bei Wind und Wetter trocken reiten zu können, ist mega.

Womit Dolida zu Beginn echt ein Thema hatte, ist die Stallgasse vor der Reithalle. Hier stehen keine Pferde in den Boxen, aber man kann in der Stallgasse die Pferde putzen und satteln. Naturgemäß ist es in der Stallgasse dunkler als draußen und an einer Wand angebunden zu werden, kannte Dolida auch einfach nicht. Beim ersten Mal war sie tatsächlich so dermaßen unruhig, dass ich sie nicht zu Ende putzen konnte, geschweige denn satteln. So nervös kenne ich mein Pferd gar nicht. 😳 Da habe ich sie dann erstmal am Strick in der Halle geführt, bis sie sich beruhigt hatte, und dann kurzentschlossen in der Halle gesattelt.
Beim nächsten Mal war sie beim Stehen in der Stallgasse aber schon deutlich entspannter – das wird schon noch.

Spazieren waren wir natürlich auch schon. Einen kleinen Rundweg durch’s Dorf haben wir erkundet sowie einen Waldweg, wo ich mit Dolida dann aber irgendwann umgedreht bin.
Mit Dolida ist das Spazierengehen ja immer gechillt. Feli war kurz etwas überfordert davon, dass wir an einer großen Wallachherde vorbei müssen, die alle ganz aufgeregt an den Zaun angerannt kamen und diese hübsche junge Stute beäugten (für Dolida interessierten sie sich irgendwie nicht 😅), ließ sich aber händeln. Das nächste Thema wird die Kuhherde auf der anderen Weide, sowas kennt Feli noch nicht.

Spazierengehen mit Dolida und Feli
Spazierengehen mit Dolida und Feli

Nur zum Ausreiten sind wir tatsächlich noch nicht gekommen… und wenn ich so in den strömenden Regen rausgucke, wird das heute Abend auch wieder nix. Möp. Aber das rennt uns ja nicht weg.


Alles in allem war der Umzug echt anstrengend, ist aber gut über die Bühne gegangen und ich genieße es, am Stall einfach nur Zeit mit meinen Pferden zu verbringen und nicht ewig zu misten, auf Heulieferungen zu warten oder mich mit sonstigen Zeitfressern herumzuschlagen. Die Pferde gewöhnen sich auch gut ein und ich denke, ihnen tut die Ruhe, die diese Anlage ausstrahlt, auch sehr gut. 💛

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Ich bin Anne Schwarz – Multipassionate, waschechtes Dorfkind und Bloggerin aus Leidenschaft. Hier schreibe ich über alles, was den Alltag verzaubert & verwandelt in einen Lieblingsalltag.

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