Kinners, ich kann gar nicht in Worte fassen, wie unendlich erleichtert und happy ich bin: ich habe endlich einen neuen Job gefunden! Einen richtig coolen noch dazu.
Ich weiß gar nicht mehr genau, wie viel ich hier im Blog erzählt habe, ich hatte das Thema Kündigung / Jobsuche / Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten ja hie und da mal angerissen. Ich möchte da jetzt nochmal abschließend drüber reflektieren und damit dann unter dieses Kapitel für mich einen Strich ziehen können.
Schwupps, gekündigt.
Letztes Jahr im Juni war ich mit meiner Mama in Frankreich im Urlaub. Wir saßen gerade in einem Shuttlebus zur berühmten Abtei von Jumièges, als meine beste Freundin & Mitbewohnerin mir eine WhatsApp schickte: ich hätte Post von meiner Firma, ob sie die aufmachen solle? Da ein paar Tage später eine Feier zum Firmenjubiläum anstand und ich da vielleicht noch irgendetwas ausfüllen oder sonstwie vorbereiten sollte, schrieb ich ein „ja“ zurück. Ein paar Sekunden später klingelte mein Handy. „Sitzt du?“ – „Ja?!“ – „Du bist gekündigt. Betriebsbedingt, mehr steht da nicht.“
… uff. Es riss mir total den Boden unter den Füßen weg, wortwörtlich, mir wurde schwindlig und mein Körper fing an zu zittern. Seit 13 Jahren arbeitete ich in dieser Firma.
Wie betäubt stieg ich aus dem Bus aus, lief mit meiner Mutter zu einem Restaurant, bestellte irgendwas und hing währenddessen am Handy. Viel herausfinden konnte ich nicht, ich hatte für den Urlaub extra Outlook und Zoom vom Handy geworfen und hatte nicht genügend Empfang, um die Apps unterwegs neu installieren zu können. Mit dem unwirklichen Gefühl, absolut im falschen Film zu sein, spulte ich den Besuch in der Abtei ab, fotografierte wie auf Autopilot die wirklich bemerkenswerten Ruinen und versuchte dabei, irgendwie die aufsteigende Panik runterzuschlucken.

Erst abends, zurück in der Ferienwohnung, konnte ich den Firmenlaptop aufklappen, den ich natürlich mitgenommen hatte. Aber: nichts?! Keine Nachricht von meinem Vorgesetzten, keine von HR. Es war Samstagabend. Ich schrieb meinem Vorgesetzten, was in aller Welt los sei, und erreichte ein paar Kollegen. Tja. Radikale Umstrukturierung. Ich war bei weitem nicht die einzige, die entlassen wurde. Es hat sehr viele langjährige, hochkarätige Kollegen getroffen.
Kluge Leute hatten sicherlich ihre Gründe für diese Entscheidung. Aber die Art und Weise, wie das kommuniziert wurde, war einfach richtig, richtig mies und hat für mich sehr viel kaputtgemacht.
Ich hätte ein persönliches Gespräch erwartet. Zumindest eine Mail. Nach 13 Jahren, in denen man ja offensichtlich immer zufrieden mit meiner Leistung war, lange in einer Senior Director-Position, hätte das für mich einfach zum guten Ton gehört.
Ich bin die Letzte, die wirtschaftliche Gründe nicht versteht. Aber wortlos so eine Kündigung rauszuschicken und dann auf Nachbohren meinerseits hin herumzudrucksen, man hätte das ja allen Mitarbeitenden gleichzeitig mitteilen wollen und hätte ja nicht ahnen können, dass ich meine Post nicht erst am letzten Urlaubstag öffne, war einfach schwach.
Es höhlt im Nachhinein einfach sehr viel aus, was jemals auf schicken PowerPoint-Folien erzählt wurde davon, wie besonders und wichtig für das Unternehmen doch the people seien.
Der Urlaub war für mich dann natürlich weitestgehend gelaufen, ich habe mich mit Rechtsanwälten und der Juristerei in so einem Fall auseinandergesetzt und am Ende haben wir eine akzeptable Vereinbarung getroffen.
Aber dieser bittere Beigeschmack beim Gedanken an dieses Unternehmen ist geblieben. Was ich persönlich echt schade finde, denn eigentlich hätte ich die 13 Jahre gerne in besserer Erinnerung behalten.
Mittlerweile habe ich für mich beschlossen, dass ich mir von dieser Erfahrung am Ende nicht die vielen guten Momente kaputtmachen lassen will, die ich dort mit vielen großartigen Kollegen und Projekten erlebt habe und auch nicht meinen Glauben an ein wertschätzendes Miteinander in Unternehmen.
Auf eine Teilnahme an der Jubiläumsfeier habe ich dann übrigens dankend verzichtet.
Kündigung – und jetzt?!
Es war für mich das erste Mal, dass ich gekündigt wurde. Seit dem Studium hatte ich ja in diesem Unternehmen gearbeitet.
Ein volles Jahr sollte es schließlich dauern, einen neuen Job zu finden. Und dieses letzte Jahr war richtig heftig. Es hat mich emotional verdammt viel Kraft gekostet, mich sehr vieles in Frage stellen lassen und auch meine körperlichen Baustellen verschlechtert.
Die finanziellen Sorgen spielten natürlich eine große Rolle. Seit der Trennung stemme ich die Hauskredite ja alleine und die Pferde wollen auch untergebracht sein. Klar, das ist Jammern auf hohem Niveau – mir ist durchaus bewusst, dass ich verdammt privilegiert bin, mir das alles überhaupt irgendwie leisten zu können. Aber plötzlich wurde es sehr real, dass ich meine Tiere verlieren könnte und mein Zuhause; meinen Platz in der Welt und alles, was ich mir hier aufgebaut habe. Das hat mich echt fertig gemacht.
Ich war ja erst noch ein paar Monate lang freigestellt, dann arbeitslos. Trotzdem lag ich definitiv nicht auf der faulen Haut, sondern habe mir den Hintern aufgerissen: Ich habe ein Outplacement-Coaching zur beruflichen Neuorientierung gemacht, weil ich im alten Unternehmen zuletzt recht spezielle Rollen innehatte, die es so auf dem Markt nicht gibt. Ich habe ein Gründungscoaching absolviert und meine Selbstständigkeit mit der Bloghexe ausgebaut, worüber ich etliche tolle Kundenprojekte umsetzen durfte. Schließlich habe ich mich auch zum Product Owner zertifizieren lassen, um meine Erfahrung in dem Bereich offiziell belegen zu können.
Für mich stand sehr bald fest, dass ich auch weiterhin nur nebenberuflich selbstständig sein will. So schön das ist, sich seine Zeit frei einteilen zu können – ich habe die Festanstellung nie als das vielzitierte Hamsterrad empfunden, sondern schätze es sehr, im Team zusammen mit anderen einfach mehr und größere Dinge auf die Beine stellen zu können.
Die zähe Jobsuche
Natürlich habe ich sämtliche Stellenbörsen abgeklappert, mein Postfach unter Dauerbeschuss von deren Benachrichtigungen gesetzt und meine Fühler in alle Richtungen ausgestreckt.
61 Bewerbungen habe ich verschickt, teils auf ausgeschriebene Stellen, teils initiativ. Dabei rede ich nicht von generischen KI-Anschreiben, sondern von 61 Unternehmen, mit denen ich mich zumeist echt detailliert beschäftigt habe (ich weiß jetzt unter anderem sehr viel mehr über Logistik und die IT dahinter, Enterprise Content Management, Recycling und wie man damit Geld verdient, das Rechnungswesen in der Automobilbranche oder die Digitalisierung von Behörden), und von 61 individuellen Bewerbungen. Ich hätte auch noch mehr verschickt, wenn es mehr passende Stellen gegeben hätte. Aber als Donaudampfschifffahrtskapitänin und ähnliches brauche ich mich halt gar nicht erst zu bewerben.
Ein paar Unternehmen haben sich einfach gar nicht zurückgemeldet, viele haben einen manchmal ruppigen, manchmal echt netten Standardtext als Absage geschickt und bei einigen wurde ich zum Interview eingeladen, heureka!
Die erste Runde fand immer online statt, die zweite und dritte dann teils online, teils vor Ort.
Ich hätte echt nicht gedacht, dass die Jobsuche sich so lange hinziehen würde. Auf LinkedIn kann man ja sehen, wie viele andere Kandidaten sich auf eine Stelle bewerben: meistens so um die 300. Diese Größenordnung bestätigten auch Personaler im Gespräch. Das ist krass – ich habe ja selber auch schon etliche Stellen ausgeschrieben und besetzt und fand es damals schon heftig, mich zwischen 40 guten Bewerbungen entscheiden zu müssen, fünf oder sechs zum Interview einzuladen und dann nur einem Kandidaten die Stelle geben zu können.
Dementsprechend habe ich versucht, es nicht persönlich zu nehmen, wenn ich dann am Ende doch eine Absage erhielt. So wie halt 299 andere, bestimmt richtig gute Bewerber. Aber trotzdem macht das was mit einem, gerade wenn man eh zu Selbstzweifeln neigt.
Ich muss dazu sagen, dass ich in puncto Einstellungsgespräch bisher echt Glück hatte: während des Studiums habe ich ja im Rechenzentrum der Uni gearbeitet, da wurde mir mein erster Job direkt vom Prof angeboten und beim zweiten habe ich im Vorstellungsgespräch spontan einen anderen, noch besseren Posten bekommen. Als ich dann nach einer Vollzeitstelle suchte, schrieb ich exakt eine Bewerbung und das sollte dann die Firma werden, in der ich 13 Jahre lang arbeitete.
Ich hätte früher nie gedacht, dass ich mal so lange auf Jobsuche sein würde. Willkommen in der heutigen Arbeitswelt, wo ein straighter Lebenslauf mit Einser-Abi, Einser-Studium, Karriere im Unternehmen und weiteren Qualifizierungen längst kein Garant mehr ist für irgendwas.
In der ersten Zeit habe ich mich total geschämt dafür, arbeitslos zu sein. Weil man mit diesem Wort so viele Klischees und Vorurteile verbindet; weil einem zeitlebens eingebläut wurde, dass man sich nur genug anstrengen und gut genug sein müsse. Pustekuchen.
Verschweige ich meine Behinderung?
Die vielen Absagen haben irgendwann schon ziemlich an mir genagt. Und natürlich habe ich mich gefragt, woran hat et jelegen? Ich habe Feedback eingeholt zu meinen Bewerbungsunterlagen, meinem Storytelling und Auftreten – alles soweit paletti. Ein Knackpunkt ist aber halt das Thema MS bzw. Behinderung.
Rechtlich gesehen muss man eine Behinderung nicht erwähnen. Zu 98% merkt man mir die MS im Berufsalltag auch nicht an, Stichwort unsichtbare Behinderung. Dass ich chronische Schmerzen habe, körperlich nicht so fit bin oder nach Feierabend mehr im Eimer bin als manch anderer, beeinträchtigt meine Leistungsfähigkeit im Job halt nicht.
Am Anfang bin ich offen damit umgegangen und habe die MS erwähnt und auch, dass sie so keine Auswirkungen auf meine Arbeitsfähigkeit hat. In den neun Jahren seit der Diagnose war ich nur ein einziges Mal wegen der MS krankgeschrieben und das war ganz zu Beginn, als ich halt im Krankenhaus lag. Seitdem habe ich immer gearbeitet, egal wie es mir ging und war nur selten mal wegen richtig heftiger Erkältungen kurz raus; selbst mit Covid habe ich remote gearbeitet. Als chronisch erkrankter Mensch lernt man irgendwann halt nolens volens, auch unter suboptimalen Bedingungen abzuliefern. Die Zeiten für Arzttermine, Physio & Co. habe ich immer nachgearbeitet.
Dabei sollte es eigentlich gar nicht darum gehen müssen, wie wenig meine Behinderung im Alltag auffällt – Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf einen Job, ganz unabhängig davon, wie viel Rücksicht sie brauchen. Zugehörigkeit am Arbeitsplatz sollte man sich nicht durch Symptomfreiheit verdienen müssen.
Es gab übrigens etliche Stellenausschreibungen, in denen explizit stand, dass Menschen mit Behinderung bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden. Immerhin müssen Firmen eine Ausgleichsabgabe zahlen, wenn sie nicht genügend Schwerbehinderte beschäftigen, es „lohnt“ sich also sogar finanziell für ein Unternehmen.
Tja. So viel zur Theorie.
Eine Menge Absagen später habe ich die MS nicht mehr erwähnt. Größtenteils habe ich sie auch aus meinem digitalen Leben gelöscht: hier im Blog aus der „Über mich“-Seite und dem Menü, aus meiner Insta-Bio und so weiter.
Es fühlte sich richtig, richtig blöd an. Weil ich mich für etwas schämte und etwas verbarg, für das ich mich nicht schämen sollte. Aber ehrlicherweise hat es auch etwas gebracht, zumindest kamen danach ein paar mehr Einladungen zu Interviews. Was mich natürlich nicht weniger nachdenklich gemacht hat.
Dabei habe ich die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen mit mir herumgeschleppt. Denn mir ist total bewusst, dass ich mir dieses Verstecken nur deswegen leisten kann, weil man mir die MS eben meist nicht ansieht. Das ist ein Privileg, keine Selbstverständlichkeit – und ich will damit niemandem auf die Füße treten, der sichtbar behindert ist und diese Wahl gar nicht hat. Die Reaktionen, die manche Menschen im Alltag oder eben auch im Bewerbungsprozess bekommen, weil ihre Behinderung sofort sichtbar ist, sind bestimmt nochmal eine ganz andere Hausnummer als das, was ich erlebt habe.
Mir selber hilft es enorm beim Akzeptieren und dem Umgang mit der MS, dass auf Instagram oder sonstwo im Internet andere Betroffene offen mit ihren Handicaps umgehen und auch, dass ich mich hier in meinen Blogartikeln mit dem Thema auseinandersetze – und ich hoffe, dass ich damit auch anderen helfe.
Indem ich meine Behinderung beim Bewerben verschwieg und aus meinem Onlineleben löschte, zog ich mich ein Stück weit aus dieser Solidarität raus. Das widersprach eigentlich total meiner Überzeugung. Es war falsch und ich wusste es, aber ehrlicherweise war es mir wichtiger, einen Job zu finden, als zur MS zu stehen. Möp.
Endlich wieder arbeiten!
Im Mai hatte ich ein Vorstellungsgespräch für eine sehr spannende Stelle. Bei meinen Bewerbungen waren natürlich ganz unterschiedliche Firmen dabei – manche, wo ich wirklich verdammt gern arbeiten würde und halt auch solche, die eher unter „besser als gar kein Job“ firmierten. Das hier war eine der Stellen, bei der ich leuchtende Augen bekam, je mehr ich darüber erfuhr. Ich wurde zur zweiten Runde vor Ort eingeladen und am Ende des Gesprächs wurde mir die Stelle tatsächlich direkt angeboten!
Ihr glaubt gar nicht, wie viele Steine mir da vom Herzen gefallen sind! 🥳
Und tatsächlich bin ich hier transparent mit der MS umgegangen und habe sie im Rahmen des Vertragsgesprächs erwähnt. Die Reaktion hätte besser nicht sein können – „Okay, kein Problem, sag einfach wenn du etwas brauchst.“ Mega. Seitdem habe ich meinen Content zum Thema Behinderung auch wieder online.
Die ersten paar Arbeitswochen liegen nun hinter mir. Anstrengend waren sie, nicht zuletzt aufgrund der enormen Hitzewellen, aber verdammt schön und abwechslungsreich!
Ich arbeite in einem sehr innovativen Rahmen in einem Projekt, das Wissenschaft und regionale Wirtschaft verzahnt. Das verspricht sehr spannend zu werden, unter anderem geht es auch um Product Ownership beim Aufbau einer Plattform. 💛
Ich genieße es sehr, wieder „echte“ Kollegen statt nur Zoom-Kacheln um mich herum zu haben und in einem wertschätzenden Umfeld zu arbeiten. Tatsächlich hatte ich in meinem vorherigen Job seit der Pandemie, also seit Anfang 2020, ja fast ausschließlich remote gearbeitet, halt vornehmlich mit Kollegen aus dem Ausland und aus anderen Zeitzonen. Hier kann ich jetzt 50/50 von Zuhause und vor Ort arbeiten und finde das eine gute Mischung, teilweise werde ich auch zu Unternehmen fahren und freue mich darauf.
Der Arbeitsweg ist okay, etwa 40 Minuten brauche ich mit dem Auto. Praktischerweise komme ich dabei am Stall vorbei und fahre daher teilweise einfach direkt auf dem Heimweg bei den Pferdchen vorbei.
Es war in den vergangenen Wochen natürlich erstmal eine Umstellung, wieder feste Arbeitszeiten zu haben und nicht mehr nur von daheim aus zu arbeiten. Ein paar organisatorische Dinge rund um Haus & Tiere haben wir daher anders verteilt, unter anderem damit Bonnie nicht zu kurz kommt, aber das bekommen wir hin.
Mein Fazit zu einem Jahr Jobsuche
Unterm Strich war ich fast ein Jahr raus. Im Juli begann meine Freistellung, im Dezember die Arbeitslosigkeit, Mitte Juni der neue Job. So eine lange Auszeit klingt eigentlich traumhaft, oder? – Nope.
Ich habe es nicht geschafft, diese teilweise ja sogar voll bezahlte Auszeit zu genießen, die im Englischen so schön paid garden leave heißt. Stattdessen habe ich mich mit der Jobsuche und dem Finanziellen extrem unter Druck gesetzt, habe mich da sehr reingehängt und das quasi 24/7. Ich war stellenweise ziemlich hoffnungslos, der MS hat das nicht gut getan und ich habe immer weniger Lebensmittel vertragen.
In den letzten vier Wochen merke ich, wie viel von diesem Druck gerade von mir abfällt. Ich habe bessere Laune, schlafe wieder mehr und kann auch wieder Dinge essen, die monatelang nicht gingen.
Auch in der Arbeit mit meinem Jungpferd Feli verändert sich gerade ganz viel. Sie steckt natürlich mitten in der Pubertät und testet ihre Grenzen, aber trotzdem wächst da gerade wieder mehr Vertrauen zwischen uns: ich vertraue wieder mehr in meine Entscheidungen im Umgang mit ihr und sie spiegelt mir das, indem sie sie weniger hinterfragt. Sicherlich spielt mit hinein, dass wir durch den Stallwechsel andere Trainingsbedingungen haben, aber viel kommt auch aus mir selber – und das fühlt sich sehr schön an.
Tja, was ist denn jetzt meine Erkenntnis aus diesem Jahr? – Die Erfahrung am eigenen Leib, dass das jahrzehntelang propagierte Narrativ „streng dich an und du kannst alles erreichen“ nicht mehr gilt in der heutigen wirtschaftlichen Lage, in der Abi / Studium / Karriere kein Garant mehr sind für irgendwas. Dass Arbeitslosigkeit jeden treffen kann und die rauhe Situation auf dem Jobmarkt in krassem Widerspruch steht zum vielzitierten Fachkräftemangel. Dass an allen Ecken und Enden Geld fehlt und so viele Unternehmen sparen, wo es nur geht. Wie fragil finanzielle Planbarkeit ist.
Aber auch, dass die Menschen tatsächlich Recht behalten sollten, die mir sagten: „Warte mal ab, irgendwann findest du einen neuen Job und wirst in dem glücklicher sein als im alten„. So isses. 😊
4 Kommentare
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job!
Das liest man doch gerne.
Sehr schön, dass du einen neuen Job gefunden hast und dass dort Rücksicht genommen wird. Möge er weiterhin spannend und abwechslungsreich sein.
Ja, der Jobmarkt ist wild derzeit. Ich freue mich für dich, dass du nicht nur „etwas“ gefunden hast, sondern etwas, dass dich erfüllt.
Viel Erfolg und Alles Gute!
61 Bewerbungen. Wie krass. Aber schön, dass es eine der Wunschstellen dann doch wurde. Wie heftig das alles gewesen sein muss für dich.