Stöckchen: Social Media und ich

Stöckchen: Social Media und ich

Nicht nur unsere Bonnie liebt Stöckchen und schleppt beim Spazierengehen immer ganz stolz welche mit sich herum – auch beim Bloggen sind Stöckchen eine feine Sache! Zumindest die alten Hasen unter uns kennen sie noch. 🙂

Suzu hat sich nach einer Unterhaltung drüben bei uns im Bloghexen-Forum ein Stöckchen überlegt: Social Media und ich.
Ich war mal so frei, es aufzuheben. 🙂

Was ist denn ein Stöckchen?!

Ein Stöckchen ist beim Bloggen ein ganz bestimmtes Content-Format: wer es startet, denkt sich einige Fragen zu einem beliebigen Thema aus und beantwortet sie auch selber in einem Beitrag. Am Ende des Beitrags wird das Stöckchen dann „weitergeworfen“ an andere Blogger, die anschließend ebenfalls etwas zu diesem Thema schreiben, den Stöckchen-Starter verlinken und das Stöckchen wiederum weiterwerfen an weitere Blogger.

Um teilzunehmen, bekommst du das Stöckchen entweder gezielt zugeworfen (indem du in einem Beitrag verlinkt wurdest) oder hebst es einfach auf – also so wie ich hier.

Vor ein paar Jahren – ich glaube, so um 2010 herum – waren Stöckchen in der Blogosphäre gang und gäbe. Leider sind sie irgendwann ausgestorben. Umso mehr freue ich mich, dass Suzu das Format jetzt wiederbelebt! 🙂

Die Fragen und Aufgaben

  • Auf welchen Social Media-Plattformen bist du aktiv? Teile gerne deine Links mit.
  • Wieviel Zeit verbringst du auf Social Media?
  • Welche ist deine Lieblingsplattform und warum?
  • Auf welcher Plattform bist du nicht mehr so gerne oder hast du vielleicht sogar den Rücken gekehrt? Warum?
  • Welche Fake News hast du auf Social Media schon gelesen und dich gewundert, dass andere darauf reinfallen?
  • Es wird oft zu wenig kommentiert. Besuche nun eine Social Media-Plattform und hinterlasse mindestens 3 Kommentare bei unterschiedlichen Beiträgen anderer Personen. Verlinke gerne die Personen, bei denen du kommentiert hast, in deinem Beitrag.

Meine Antworten

Auf welchen Social Media-Plattformen bist du aktiv? Teile gerne deine Links mit.

Hier findest du mich:

Wie viel Zeit verbringst du auf Social Media?

Tatsächlich ziemlich wenig. Wenn ich mal fünf Minuten Pause brauche, scrolle ich durchaus mal durch Instagram oder Threads, aber auch nicht jeden Tag. Es dauert nie lange, bis mich die Inhalte nerven. 😀

Auf Instagram haben die Werbeanzeigen massiv Überhand genommen und die Reels sind oft auch nicht so lustig oder originell, dass ich mir das lange angucken möchte. Übrigens bin ich jemand, der Reels grundsätzlich ohne Ton guckt, weil mich diese dauernde Musikbeschallung und die schnellen Wechsel der Songs total stressen.
Es gibt nur relativ wenige Accounts, die ich regelmäßig verfolge.

Aktiv poste ich mittlerweile auch nur noch ziemlich wenig – es macht einfach keinen Spaß mehr, wenn man viel Mühe und Zeit in das Erstellen von Inhalten steckt und dann werden sie kaum ausgespielt oder bekommen nur eine Handvoll Herzchen ohne irgendwelche Kommentare oder weitere Interaktionen. Und nach ein paar Stunden sind sie dann eh in der digitalen Versenkung verschwunden. 🤷‍♀️

Welches ist deine Lieblingsplattform und warum?

Puh… eigentlich habe ich gar keine.

Mein All Time-Favorite, was das Konsumieren und auch Erstellen von Inhalten sowie den Austausch mit anderen angeht, sind einfach nach wie vor Blogs. Ungeschlagen seit 20 Jahren. 🥰

Auf welcher Plattform bist du nicht mehr so gerne oder hast du vielleicht sogar den Rücken gekehrt? Warum?

Auf Facebook nutze ich meinen privaten Account so gut wie gar nicht und auch meine Seite bespiele ich fast gar nicht mehr – der Algorithmus ist so blöd geworden, dass die Beiträge einfach kaum noch angezeigt werden, sofern man nicht Unsummen in bezahlte Posts investiert. Das ist es mir nicht wert. Gerade, da Facebook in der jüngeren Vergangenheit ja immer mal wieder wahllos Konten gesperrt hat (so wie etwa bei Judith: Ich wurde bei Facebook gesperrt. Meta, ich habe ein paar Fragen!) und dann kein Ansprechpartner zu erreichen war – so etwas untergräbt das Vertrauen in ein Unternehmen massiv.

À propos Anzeigen und à propos Vertrauen: hier hat mich Pinterest unlängst herbe enttäuscht. Es folgt ein kleiner Rant, ich muss das mal loswerden. 😀

Pinterest ist ja nun eigentlich keine Social Media-Plattform, sondern vielmehr eine Bildersuchmaschine. Und gerade für Erklärbär-Artikel liefert Pinterest tatsächlich wirklich viel und lange Traffic – es zahlt sich total aus, da etwas zu posten. Ich bekomme immer noch Aufrufe über Pins, die ich vor mehreren Jahren dort gepinnt habe. Daher wollte ich das aufs nächste Level wuppen und tatsächlich mal ein paar Euro in die Hand nehmen, um Pins zu bewerben und eben noch mehr Leute zu erreichen.

Tja. Nun ist Pinterest keine kleine Klitsche und die Anzeigen werden so massiv beworben, dass man meinen sollte, diese Funktionalität sei ausgereift. Denkste.

Bevor man Pins bewerben kann, muss man logischerweise seine Zahlungsinformationen hinterlegen. Zur Auswahl stehen Kreditkarte oder Sofort-Online-Überweisung. In Ermangelung einer Kreditkarte wählte ich Sofort; mit denen arbeiten wir im Firmenkontext ebenfalls, daher vertraue ich dem Anbieter genug, um ihm meine Bankdaten zu geben.
Schwuppsdiwupps buchte Pinterest über Sofort dann auch 50 Cent von meinem Bankkonto ab. Das ist ein üblicher Prozess, um zu verifizieren, dass ein Konto wirklich besteht und man selber darauf Zugriff hat. Ich kenne das so, dass man auf der Webseite dann angibt, wie hoch die Testzahlung war oder welchen Verwendungszweck sie hatte, und der Betrag wird einem dann gutgeschrieben.

Allerdings passierte danach – nichts. Weder erhielt ich irgendeine Benachrichtigung, noch änderte sich auf Pinterest etwas. Nach wie vor stand da, ich möge doch bitte meine Zahlungsinformationen hinterlegen.

Nach ein paar Tagen probierte ich es einfach nochmal – vielleicht hatte ich ja irgendetwas übersehen?!

Gleiches Spiel – 50 Cent abgebucht, sonst nüscht.

Also schrieb ich dem Support. Ich schilderte kurz mein Problem und bat um Unterstützung. Die Antwort ging erstmal in die völlig falsche Richtung – ich käme ja aus Deutschland und deswegen seien Zahlungen mit Prepaid-Karten nicht möglich. Ehh… nein, es handelte sich ja um eine Abbuchung von einem stinknormalen Bankkonto. Nachdem das geklärt war, hieß es, ach ja, das sei „Teil eines laufenden Fehlers mit Klarna/Sofort“. Die beiden 50 Cent wurden mir von Pinterest zurückerstattet und ich wurde gebeten, es nochmal zu versuchen.

Zu diesem Zeitpunkt war ich etwas genervt, aber okay – Bugs passieren einfach. Also habe ich das ganze nochmal durchexerziert und dabei Screenshots von jedem der (wenigen) Schritte erstellt. Nachdem wieder 50 Cent abgebucht wurden, sonst aber nichts passierte, wandte ich mich erneut an den Support und schickte auch die Screenshots mit. Ich bekam ja keine Fehlermeldung oder dergleichen, aber sicher ist sicher. Die Transaktionsnummer der Abbuchung schickte ich natürlich ebenfalls mit, die Entwickler müssen das ja im System nachvollziehen können – wie gesagt, ich kenne die bisweilen nicht ganz einfache Integration von Zahlungsdienstleistern selber, da ich ja im eCommerce arbeite.

Die Antwort war, dass Pinterest den Fehler nicht nachvollziehen könne, ich möge doch bitte einen Videocall mit dem Entwicklerteam machen und das Ganze nochmal durchspielen. Möp – ich habe den ganzen Tag beruflich Zoom-Meetings und keine Lust, jetzt auch noch mit Pinterest in einem Call zu sitzen. Also war für mich klar, an der Stelle lehne ich dankend ab, möchte meine 50 Cent wiederhaben und hänge das Thema Werbeanzeigen eben an den Nagel.

Und hier fängt die richtig miese Customer Experience an.

Man könne mir das Geld nicht zurückerstatten. Dafür sei Sofort zuständig, ich möge mich doch bitte an die wenden.
Sofort wiederum zeigte mir auf freundliche Art den Vogel – natürlich, die haben das Geld ja nur von meinem Bankkonto zu Pinterest geschoben, selbstverständlich dürfen die das nicht einfach zurückholen.
Das gab ich so an Pinterest weiter und wies darauf hin, dass die ersten beiden Male die 50 Cent ja auch einfach zurückerstattet werden konnten. Nö, war die mittlerweile etwas pampige Antwort, da sei Pinterest nicht zuständig, das müsse ich mit Sofort klären. An der Stelle wurde mein Ton dann auch schärfer – es blieb aber bei hölzern klingenden Antworten, da sei Pinterest nicht zuständig, ich müsse Sofort kontaktieren. Warum die Rückerstattung in den ersten beiden Fällen möglich war, wurde nicht kommentiert. Und dann war das Support-Ticket zu. Bämm.

Es sind „nur“ 50 Cent und ich habe nicht die Energie und Zeit, nur aus Prinzip noch mehr Nerven in das Herumärgern mit Pinterest zu investieren. Aber es ärgert mich massiv und seitdem habe ich auch keine wirkliche Lust mehr, irgendetwas auf Pinterest zu posten. Auch wenn sich das in Sachen Traffic für meine Blogs eigentlich lohnen würde.

Welche Fake News hast du auf Social Media schon gelesen und dich gewundert, dass andere darauf reinfallen?

Ich erinnere mich an diese Postings vor etlichen Jahren, die wie so eine Art Kettenbrief immer weiter geteilt wurden… wo die Leute in einem vor Rechtschreibfehlern nur so strotzenden Text ganz empört darauf hinwiesen, dass sie hiermit „den neuen AGB’s in Facebook“ und der kommerziellen Nutzung ihrer Daten widersprechen würden. 🤡

Da bin ich damals schon vor Lachen vom Stuhl gekippt… wobei, es war mehr aus Fassungslosigkeit als vor Lachen, weil das auch von Leuten geteilt wurde, die ich eigentlich für weitaus weniger naiv gehalten hatte.

Rückblickend betrachtet sind das harmlose Anekdoten, über die man schmunzelt. Viel gruseliger finde ich es, dass durch die rasante Entwicklung im KI-Bereich gezielte Falschinformationen mittlerweile viel, viel glaubwürdiger verbreitet werden können. Nicht nur durch täuschend echt wirkende Deep Fakes von Bildern und sogar Videos, sondern auch, weil die Algorithmen die Inhalte passgenau auf die einzelnen Zielgruppen und Bubbles zuschneiden – und dabei ja auch laufend immer weiter dazulernen. Da spielen die sozialen Medien natürlich auch ganz weit weit vorne mit.

Das wird die Welt noch massiv verändern. Denn wir sehen ja, wie sehr die KI-Technologie jetzt schon missbraucht wird – dabei stehen wir gerade erst am Anfang der Möglichkeiten…

Es wird oft zu wenig kommentiert. Besuche nun eine Social Media-Plattform und hinterlasse mindestens 3 Kommentare bei unterschiedlichen Beiträgen anderer Personen. Verlinke gerne die Personen, bei denen du kommentiert hast, in deinem Beitrag.

Auf Threads habe ich bei @crazycatladyvicky das Layout ihres Monthly Logs kommentiert, bin ein bisschen nostalgisch geworden als @spectrum.babe fragte, ob sich noch jemand an die großen GFX-Seiten von damals erinnern könne, und bewundere @oddnina dafür, dass sie sich Gesichter so gut merken kann, dass sie sogar lose Bekannte aus Teenagerzeiten als Erwachsene wiedererkennt.

Und ich werfe das Stöckchen weiter an…

… an Anja, Christiane und an jeden, der es aufheben mag. 🙂

Anne Schwarz | Bloggerin

Anne Schwarz

Hey, ich bin Anne - Multipassionate, waschechtes Dorfkind, Pferdemädchen und Bloggerin aus Leidenschaft.

Hier schreibe ich über alles, was den Alltag verzaubert & verwandelt in einen Lieblingsalltag!

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6 Kommentare

  1. Das mit Pinterest ist natürlich ein Ding. Ich hab mal auf FB etwas bewerben lassen, kann aber nicht sagen, dass ich dadurch tatsächlich einen massiven Unterschied gemerkt habe. Ich stelle nur immer fest, dass Beiträge usw. auf meinem Blog mehr gelesen werden, wenn ich sie auch auf FB und Insta teile. Die Wenigstens kommen noch von sich aus auf Blogs. So habe ich zumindest das Gefühl.

    • Das ist spannend… bei mir kam über Facebook leider kaum Traffic, obwohl meine Seite um die 2000 Follower hat. Die meisten Aufrufe verzeichne ich tatsächlich über Suchmaschinen.

  2. Schön, dass du dir das Stöckchen auch geschnappt hast. 🙂

    Die Erfahrung mit Pinterest ist natürlich Mist. Ich finde es frech, dass da ihr Problem auf den Kunden abgewälzt wird bzw. man noch dabei helfen soll es zu lösen.

    Ich selber habe noch nie für Werbung online bezahlt, daher kann ich zur Reichweitensteigerung nicht wirklich was beitragen. Was mir aber aufgefallen ist: Ich habe mein Instagram Profil auf ein Business-Konto umgestellt, damit ich per Plugin/Online Tool direkt posten kann. Irgendwie bekomme ich weniger Reaktionen auf meinen Content, wenn ich ein Business Konto habe. Wirkt fast so als würde Instagram das bewusst machen, damit man für Sichtbarkeit bezahlt.

    • Das ist ja eine spannende Entdeckung… mein Insta-Konto ist auch schon seit langem ein Business-Account und tatsächlich hatte ich früher deutlich mehr Reaktionen. Ich hatte mir das bisher immer mit einem generell geänderten Algorithmus erklärt, aber das wäre tatsächlich auch eine (dreiste) Möglichkeit…

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